Gebäudeversicherung

Mit der Gebäudeversicherung das Eigenheim schützen

Gesetzlich vorgeschrieben ist die Gebäudeversicherung zwar nicht, aber sie ist eine der sinnvollsten Versicherungen, die es gibt. Wer sein Haus schützen will, der braucht eine Gebäudeversicherung, denn wenn das Haus abbrennt, dann übernimmt die Versicherung entweder die Instandsetzung oder einen Wiederaufbau des Hauses. Wer keine Gebäudeversicherung hat, der verliert bei einem Brand nicht nur sein Zuhause, sondern steht auch gleichzeitig vor dem finanziellen Ruin. Wenn ein Immobilienkredit aufgenommen wird, dann ist der Nachweis, dass es eine Gebäudeversicherung gibt, sogar Pflicht, denn wenn das Haus beschädigt werden sollte oder vielleicht abgerissen werden muss, dann hat die Bank ohne die Versicherung keinerlei Sicherheit mehr, dass der Kredit im Zahlungsausfall auch getilgt werden kann.

Das eigene Heim schützen

Die Kreditzinsen sind im Keller und das nutzen vor allem viele Familien, um sich den Traum von einem eigenen Haus zu erfüllen. Wenn das passende Haus gefunden oder das Traumhaus gebaut wurde, dann soll es natürlich auch bewahrt und geschützt werden. Aber in den letzten Jahren gab es vermehrt schwere Unwetter mit Sturm, Hagel und Starkregen und wenn die Meteorologen recht behalten, dann wird sich dieser Wettertrend fortsetzen. Wenn ein Sturm nicht nur die Bäume im Garten umgeworfen und die Gartenmöbel durch die Luft gewirbelt, sondern auch das Dach mühelos abgedeckt hat, dann muss die Familie nicht im Regen stehen, die Gebäudeversicherung übernimmt die Kosten für ein neues Dach.

Die Gebäudeversicherung ist aber nicht nur für Sturmschäden zuständig, sie übernimmt auch die Kosten, wenn ein Feuer im Haus gewütet hat oder wenn nach einem Rohrbruch das Haus mit Leitungswasser geflutet wurde. Eine Gebäudeversicherung ist jedoch nicht nur für ein Einfamilienhaus wichtig, sie sollte auch für ein Miet- und Geschäftshaus abgeschlossen werden.

Welche Schäden deckt die Gebäudeversicherung ab?

Eine Gebäudeversicherung sollte mindestens drei Risiken abdecken: Schäden durch Feuer, durch Sturm und durch Leitungswasser. Diese drei Risiken sind allerdings nur die Basis, denn es gibt noch weitere Schäden, die sich einer dieser drei Risiken zuordnen lassen und die ebenfalls von der Gebäudeversicherung übernommen werden. Dazu gehört eine Feuerversicherung, die bei Bränden ebenso zahlt wie auch nach Blitzeinschlägen, einer Explosion oder einer Implosion. Die Leitungswasserversicherung übernimmt Schäden, die durch Rohrbruch, Frost oder durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser entstehen. Die Sturmversicherung kümmert sich wiederum um Hagelschäden und Sturmschäden ab Windstärke 8.

Die Bausteine der Gebäudeversicherung

Über die Basisversicherung hinaus können noch viele andere Risiken in die Gebäudeversicherung aufgenommen werden. Durch viele unterschiedliche Bausteine kann eine sogenannte Deckungserweiterung einen noch besseren Schutz bieten. Da gibt es zum Beispiel die Gebäudeversicherung gegen Elementarschäden, die die Kosten bei Lawinen, Überschwemmungen, Erdrutschen oder bei Schäden durch Schneedruck übernimmt. Dann gibt es eine spezielle Versicherung gegen Glasbruch, zudem werden auch Zusatzversicherungen für Wärmepumpen, Photovoltaik- oder Geothermie-Anlagen angeboten. Grundsätzlich sichert eine Wohngebäudeversicherung gegen alle Schäden ab, die direkt am Wohngebäude entstehen, dazu gehören das Dach, das Mauerwerk und das Fundament. Versichert ist außerdem das fest installierte Inventar wie zum Beispiel die Badewanne, der edle Parkettboden oder die Heizungsanlage und der teure Kachelofen im Wohnzimmer. Alle Außenanlagen und auch Nebengebäude wie das Gartenhäuschen oder der Geräteschuppen, werden von den Versicherern ganz unterschiedlich gehandhabt. Während die eine Versicherung den Carport und die Garage mitversichert, müssen diese Nebengebäude bei einer anderen Versicherung extra abgeschlossen werden.

Das Gleiche gilt auch für Unterstände, in denen die Mülleimer untergebracht sind, für Markisen, Gartenzäune oder die Mauer, die den Garten umgibt. Ausgenommen sind nur die Garten- oder Terrassenmöbel, die durch die Hausratversicherung geschützt sind.

Welche Kosten übernimmt die Gebäudeversicherung noch?

Die Gebäudeversicherung kommt nicht nur für die reine Regulierung eines Schadens auf, sie übernimmt auch viele weitere Kosten.

  • Die Instandsetzungs- und Reparaturkosten aller Schäden, die durch die versicherten Risiken entstanden sind. Das kann ein Dach sein, das der Sturm abgedeckt hat, aber auch eine gebrochene Hauptwasserleitung oder eine explodierte Gasheizung.
  • Die Kosten, wenn ein Gebäude abgerissen werden muss, inklusive der Aufräumarbeiten und der Sicherung des Grundstücks. Wenn Bäume entfernt werden müssen, dann kommt die Gebäudeversicherung auch dafür auf,
  • Bei einem Totalschaden, wenn ein Haus der gleichen Bauart und Ausstattung zum Neuwertpreis gebaut werden muss. In dieser Leistung sind auch die Kosten für die Planung, den Architekten und alle Handwerkerarbeiten enthalten.
  • Eine Gebäudeversicherung ersetzt außerdem die Kosten für eine Mietwohnung, die die Hausbesitzer anmieten müssen, wenn ihr Haus abgebrannt ist und damit unbewohnbar wurde.

Für wen lohnt sich eine Wohngebäudeversicherung?

Nur die wenigsten Menschen können den Wiederaufbau ihres Hauses mit dem bezahlen, was sich auf dem Girokonto oder auf dem Sparbuch befindet. Wenn das Haus nicht mehr zu retten ist und nur noch abgerissen werden kann, dann bedeutet das für den überwiegenden Teil der Hausbesitzer den kompletten finanziellen Ruin. Deshalb ist eine Gebäudeversicherung für alle sinnvoll, die ein Haus gebaut oder gekauft haben. Etwas anders sieht es bei einer Eigentumswohnung aus, denn hier wird in der Regel keine eigene Gebäudeversicherung gebraucht, da die Gemeinschaft der Eigentümer eine Versicherung gemeinsam abschließt. Die Versicherung sollte auf jeden Fall sowohl für Schäden aufkommen, die durch Feuer entstehen als auch für Wasser- und Sturmschäden.

Wie wird die Prämie ermittelt?

Der Ausgangspunkt für die Ermittlung der Prämie ist immer der Neuwert des Hauses. Wie hoch die Gebäudeversicherung letztendlich ist, das kann mit drei Möglichkeiten festgestellt werden:

  1. Der Wohnflächentarif, bei dem die Versicherungssumme entsprechend der Hausgröße pauschal ermittelt wird. Bei einem Wiederaufbau zahlt die Versicherung dann den ortsüblichen Preis für ein Haus der gleichen Bauart und Größe.
  2. Durch ein Wertgutachten bestimmt ein Gutachter den Verkehrswert eines Hauses. Das ist allerdings teuer und der Wert liegt oftmals unterhalb der Kostengrenze, die für einen Wiederaufbau benötigt würde. Die Versicherungsprämie bleibt aber immer konstant.
  3. Der gleitende Neuwert, bei dem die Versicherungssumme der Weiterentwicklung des Hauses und der Entwicklung der aktuellen Baukosten angepasst wird. Diese Ermittlung des Neuwerts wird einmal im Jahr bestimmt und auf diese Weise wird gewährleistet, dass die Versicherungssumme immer den Kosten für den Wiederaufbau entspricht, wenn es zu einem Totalschaden kommen sollte. Die Prämie ist hierbei flexibel und wird stets angepasst.

Eine Wohngebäudeversicherung lohnt sich auf jeden Fall, denn wenn es zu einem Feuer- oder Wasserschaden kommt, der das Haus unbewohnbar macht, dann verliert die Familie nicht ihr Zuhause.

Bild: © Depositphotos.com / stevanovicigor

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