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Was haben Bankkaufleute und Versicherungsvertreter gemeinsam? Sie gehören zu den unbeliebtesten Berufen in Deutschland. 15 Prozent möchten nichts mit Bankkaufleuten zu tun haben, 45 Prozent misstrauen hingegen den Mitarbeitern einer Versicherung. Das wirft kein allzu gutes Licht auf die Versicherungsbranche, die zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland gehört. Aber warum haben Versicherungen und ihre Mitarbeiter einen so schlechten Ruf? In der Werbung sieht das ganz anders aus, da steht das Wohl des Kunden immer im Mittelpunkt. In der Realität scheint das allerdings nicht zu stimmen.

Keine Sorgen mehr

Der Kunde steht im Fokus, er soll sich wohl und sicher fühlen, Sorgen muss sich niemand mehr machen, denn die Versicherung ist immer da, wenn der Kunde sie braucht. So oder so ähnlich werben Versicherungen um Kunden, aber immer öfter sind die Assekuranzen in den Schlagzeilen, weil sie nichts davon tun. Im Gegenteil, sie lassen den Kunden im Regen stehen, sie prozessieren gegen die eigenen Kunden und kein juristischer Trick ist zu schade, wenn es darum geht, zu gewinnen. Der Kunde darf nur eines: Bezahlen, Forderungen hat er nicht zu stellen. Fordern darf nur die Versicherung, der Kunde hat zu schweigen und sich damit abzufinden, wenn die Versicherung ihren Pflichten nicht wie vereinbart nachkommt. Deshalb ist es kein Wunder, dass die Mitarbeiter der Versicherungen nicht gut ankommen.

Kein Vertrauen

Auch der „Tatort“ hat das Thema Versicherungen aufgegriffen und eine fiktive Versicherung an den Pranger gestellt. Im Krimi wirbt die Versicherung damit, der verlässliche Partner der Kunden zu sein. Aber ein Kunde, der im Rollstuhl sitzt, ist nach Ansicht der Versicherung arbeitsfähig und das zu 100 Prozent. Sie weigert sich, die Berufsunfähigkeitsversicherung auszuzahlen, was den Chef im Sonntagskrimi schließlich das Leben kostet. Tatsächlich haben nach einer Studie immer mehr Menschen Probleme mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung und es kommt nicht selten vor, dass die Versicherungen sich im Falle eines Schadens lieber verklagen lassen, als zu zahlen. Es entsteht mehr und mehr der Eindruck, als ob Versicherungen für alles aufkommen, aber nicht für den Schaden. Sich auf eine Klage gegen eine Versicherung einzulassen, fordert einen langen Atem und viel Geld. Letztendlich verfügt der Versicherer aber über beides und wird als Sieger aus dem Streit hervorgehen. Nicht umsonst spielen Versicherungen vor Gericht auf Zeit, wohl wissend, dass der Kunde in der Regel nicht unbegrenzt über die nötigen finanziellen Ressourcen verfügt.

Denken Versicherungen wirklich nur an sich?

Die Deutschen lieben Versicherungen und da die Auswahl groß ist, sind fast alle mit mindestens einer Versicherung dabei. Aber selbst wenn die Branche boomt, es entsteht immer öfter ein ungutes Gefühl. Was passiert, wenn der Ernstfall wirklich eintritt? Können sich die Kunden dann auf ihre Versicherung verlassen oder sind sie verlassen, weil die Zahlung ausfällt? Jede Versicherung ist ein Wirtschaftsunternehmen, das zuerst an sich selbst denkt. In den letzten Jahren hat sich jedoch immer öfter ein sogenannter Raubtierkapitalismus breitgemacht und dieser geht weit über den normalen Eigennutz hinaus. Trotzdem sind Versicherungen wie die Berufsunfähigkeitsversicherung sehr wichtig, denn sie können vor dem finanziellen Ruin retten. Das Gleiche gilt für die private Haftpflichtversicherung, die im Ernstfall die Existenz rettet.

Hoffen, das alles gut wird

Bei wichtigen Versicherungen wie der Berufsunfähigkeitsversicherung oder der privaten Haftpflichtversicherung kann der Verbraucher nichts anderes tun, als zu hoffen, dass im Ernstfall alles gut geht. Sicher kann es helfen, sich auf den diversen Bewertungsportalen zu informieren, aber wie neutral diese Bewertungen sind, ist fraglich. Immer wieder geraten Versicherungen in die Schlagzeilen, weil sie Einfluss auf die Bewertungen nehmen. Der sicherste Weg, den richtigen Versicherer zu finden, ist die Gesellschaft zu wählen, mit der schon gute Erfahrungen gemacht wurden. Eine gute Idee ist auch, das Kleingedruckte zu lesen, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Natürlich sind nicht alle Versicherer darauf aus, ihre Kunden um ihre Leistungen zu bringen. Die meisten Gesellschaften arbeiten korrekt und sind verlässliche Partner. Es sind aber die schwarzen Schafe, die eine ganze Branche immer wieder in Verruf bringen.

Fazit

Viele Versicherungen wie die private Haftpflichtversicherung, die Hausratversicherung oder auch die Berufsunfähigkeitsversicherung sind unverzichtbar. Jeder, der sich finanziell absichern möchte, sollte diese Versicherungen haben. Bei der Auswahl des Versicherers ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und sich bei Bekannten, Freunden oder Kollegen umzuhören, ob sie vielleicht schon Erfahrungen gesammelt haben.

Bild: @ depositphotos.com / Olivier26

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Von Ulrike (Insgesamt 200 News)

Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net