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Im Oktober hat das Wintersemester begonnen und aus Abiturienten sind Studenten geworden. Viele, die jetzt ihr Studium beginnen, fragen sich: Welche Versicherungen für Studenten sind wichtig und was spielt bei der Auswahl der Versicherungen eine Rolle? Auch Studenten sollten sich richtig absichern, vor allem, wenn es um die Gesundheit geht. Besonders bei der Krankenversicherung gibt es immer wieder offene Fragen, denn viele Studenten wissen nicht, ob sie sich selbst versichern müssen oder noch bei den Eltern mitversichert sind.

Die gesetzliche Krankenversicherung

Die Versicherungen für Studenten beinhalten auch eine Krankenversicherung und bei der Krankenkasse muss jeder Student als Nachweis seine Immatrikulation vorlegen. Für die gesetzliche Krankenversicherung gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Die Familienversicherung

Studenten, die nicht älter als 25 Jahre sind, können in der Krankenversicherung der Eltern beitragsfrei mitversichert werden. Allerdings ist an diese Familienversicherung eine Bedingung geknüpft. Die Studenten dürfen in einem Mini-Job nicht mehr als 450,- Euro pro Monat verdienen und nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten. Wird der Job besser bezahlt oder steigt die Arbeitszeit, dann ist eine eigene Krankenversicherung notwendig.

  • Die Krankenversicherung für Studenten

Studierende, die zwischen 25 und 30 Jahre alt sind, müssen sich während ihres Studiums selbst versichern. Die meisten Krankenkassen bieten für Studenten spezielle günstige Tarife an, die es aber nur bis zum 30. Lebensjahr gibt.

  • Die freiwillige Krankenversicherung

Alle „älteren Semester“, die über 30 Jahre alt sind, müssen sich auf freiwilliger Basis krankenversichern. Aber hier gibt es Ausnahmeregeln. Die freiwillige Versicherung gilt nicht für Studentinnen, die ein Kind zur Welt gebracht haben und auch Studenten, die auf dem zweiten Bildungsweg studieren oder lange krank waren, müssen sich nicht freiwillig versichern.

Die private Krankenversicherung für Studenten

Studenten, deren Eltern Beamte sind, können sich privat versichern. Die Beiträge für die privateKrankenversicherung sind in der Regel sehr günstig, da ein Teil der Gesundheitskosten als Beihilfe durch den Staat finanziert wird. Dieser günstige Tarif gilt bei den meisten Kassen jedoch nur bis zum 25. Lebensjahr, weil die Zahlung an das Kindergeld gekoppelt ist. Sollten die Eltern keine private Krankenversicherung haben, dann kann jeder Student sich selbst privat versichern, wenn er möchte. Aber er muss sich innerhalb von drei Monaten nach seiner Einschreibung an einer Universität oder Hochschule von der gesetzlichen Pflicht der Krankenversicherung befreien lassen. Fällt die Entscheidung für die private Krankenversicherung, dann gilt diese für die komplette Studienzeit.

Lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten?

Wer gerade sein Studium begonnen hat, der wird sehr wahrscheinlich noch nicht über Arbeitsunfähigkeit nachdenken. Trotzdem ist es sinnvoll, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen und für den Ernstfall vorzusorgen. Sollte es zu einem schweren Unfall oder zu einer Krankheit kommen die eine spätere Berufsunfähigkeit nach sich zieht, dann steht Studenten nicht einmal eine Erwerbsminderungsrente vom Staat zu. Die Beiträge sind zudem so günstig, dass auch Studenten kaum Probleme haben, sie zu zahlen. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Studenten jedoch folgende Punkte beachten:

  • Alle Fragen zur Gesundheit wahrheitsgemäß beantworten, denn sonst ist der Versicherungsschutz gefährdet.
  • Ein konkretes berufliches Ziel angeben, um auch den späteren Beruf zu versichert.
  • Die Laufzeit sollte bis zum Renteneintritt, also bis zum 67. Lebensjahr reichen.
  • Eine Berufsunfähigkeitsrente wählen, die sich später auch erhöhen lässt.

Immer sinnvoll – die private Unfallversicherung

Studenten sind während ihres Studiums durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, allerdings gilt dieser Versicherungsschutz nur, wenn während einer Veranstaltung an der Universität etwas passiert. Leider geschehen drei Viertel aller Unfälle in der Freizeit und in diesem Fall hilft eine private Unfallversicherung. Die private Unfallversicherung schützt Studenten unter anderem vor der Invalidität als Folge eines Unfalls. Der Student kann in diesem Fall eine einmalige Zahlung von der Versicherung bekommen oder sich eine monatliche Unfallrente auszahlen lassen. Bei den Versicherungen für Studenten sollte die private Unfallversicherung daher ganz weit oben liegen.

Sehr wichtig – die private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung ist nicht nur für Studenten eine der wichtigsten Versicherungen. Wird durch das eigene Verschulden eine Person verletzt oder deren Eigentum beschädigt, dann kommt die Privathaftpflichtversicherung für die Schäden auf. Ein Missgeschick ist schnell passiert. Fällt durch eine unachtsame Bewegung der Laptop eines Kommilitonen vom Tisch, dann übernimmt die Versicherung den Schaden. Diese Versicherung ist aber auch für nicht berechtigte Schadensersatzansprüche zuständig.

Fazit

Studenten sind gut beraten, sich um einen passenden Versicherungsschutz zu kümmern. Vor allem die Privathaftpflichtversicherung, die richtige Krankenversicherung und die Unfallversicherung kosten wenig, sind aber effektiv.

Bild: @ depositphotos.com / billiondigital

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Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net