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Ein Wohnmobil ist so etwas wie ein Ferienhaus auf Rädern und je aufwendiger die Innenausstattung, umso teuer ist das Wohnmobil. Wie beim Auto, so ist auch beim Wohnmobil die Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Bei einer Kaskoversicherung hingegen kann der Besitzer des Wohnmobils wählen, wie viel ihm sein Ferienhaus auf Rädern wert ist. Was ist beim Abschluss einer Wohnmobilversicherung zu beachten und wo liegt eigentlich der Unterschied zur Autoversicherung?

Das Wohnmobil muss versichert sein

Die Haftpflichtversicherung ist auch für Wohnmobile gesetzlich vorgeschrieben. Die Kaskoversicherung ist freiwillig, aber sinnvoll, denn schon ein Steinschlag an der Windschutzscheibe bei einem teuren Wohnmobil kann ein Vermögen kosten. Eine Teilkaskoversicherung deckt neben einem Glasschaden auch die Schäden ab, die Einbrecher hinterlassen, wenn das Wohnmobil auf dem Campingplatz aufgebrochen wird. Wer sich für eine Vollkaskoversicherung entscheidet, der hat einen umfassenden Schutz. Die Vollkasko schützt vor selbst verschuldeten Schäden ebenso wie vor Vandalismus. Sinnvoll ist auch eine Inhaltsversicherung für Wohnmobile. Diese Versicherung ist unter anderem zuständig, wenn Diebe oder Einbrecher Haushaltsgegenstände aus dem Wohnmobil stehlen. Alle, die auf Nummer sicher gehen möchten, können auch eine Rücktransportversicherung abschließen. Sollte das Wohnmobil nicht mehr fahrtüchtig sein, dann übernimmt die Versicherung den Rücktransport in die Heimat.

Was ist der Unterschied zwischen einer Wohnmobil- und einer Autoversicherung?

Streng genommen ist die Versicherung für das Wohnmobil eine besondere Art der Kfz-Versicherung. Da aber das Wohnmobil besondere Anforderungen erfüllen muss, gibt es für die Versicherung eigene Konditionen und Tarife. Es gibt einige Gründe, warum es sinnvoll ist, das Auto und das Wohnmobil getrennt zu versichern:

  • Ein Wohnmobil dient nur zu Fahrten in die Ferien
  • Die Tarife für die Wohnmobilversicherung sind günstiger, da die Höchstgeschwindigkeit geringer ist
  • Wohnmobile verfügen über einen sichern Stellplatz
  • Der Fahrer des Wohnmobils ist vorsichtiger und umsichtiger unterwegs

Ein weiterer Aspekt ist, dass die Kosten bei einem Schadensfall mit einem Wohnmobil meist deutlich höher ausfallen, als das bei einem Auto der Fall ist. Kostet ein Blechschaden bei einem Auto ein paar Hundert Euro, so kann der gleiche Schaden bei einem Wohnmobil schnell in die Tausende gehen. Da der Kaufpreis bei einem Wohnmobil höher ist als bei einem Auto, entstehen in jeder Hinsicht auch höhere Kosten bei der Versicherung.

Welche Faktoren sind bei der Berechnung der Prämie entscheidend?

Bei der Prämienberechnung spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem:

  • Das Alter und die Anzahl derjenigen, die das Wohnmobil fahren
  • Die Höhe der Selbstbeteiligung
  • Das Baujahr des Wohnmobils und die Art des Aufbaus
  • Die Wahl zwischen einer Voll- und einer Teilkaskoversicherung
  • Der jeweilige Wert des Wohnmobils, inklusive der fest eingebauten Einrichtung sowie des Vorzeltes

Der Wert eine Wohnmobils ist der wohl wichtigste Faktor bei der Berechnung der Prämie. Eine entscheidende Rolle spielen aber auch die Jahre, in denen das Wohnmobil schadens- und unfallfrei unterwegs war. Daraus ergibt sich der Schadensfreirabatt, der immer individuell ist. Bei der Versicherung für Wohnmobile gibt es je nach Versicherung bis zu 20 verschiedene Schadensfreiheitsklassen. Eine Einteilung in unterschiedliche Typenklassen oder Regionalklassen, wie das beim Auto der Fall ist, gibt es allerdings nicht.

Ist eine Ausland-Schadenversicherung sinnvoll?

Neben der Haftpflicht-, der Teil- und der Vollkaskoversicherung gibt es noch andere Versicherungen für das Wohnmobil. Eine Inhaltsversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn das Wohnmobil eine teure Innenausstattung hat. Alle, die mit ihrem Wohnmobil viel im Ausland unterwegs sind, sollten eine Ausland-Schadenversicherung abschließen. Bei einem Unfall im Ausland, an dem der Fahrer des Wohnmobils unschuldig ist, erspart diese Versicherung die Auseinandersetzung mit der dortigen Versicherung. Schmerzensgeldforderungen, eine mögliche Wertminderung oder ein Ersatz für das Wohnmobil werden nach der deutschen Kfz-Versicherung abgewickelt. Die Ausland-Schadenversicherung gilt für alle EU-Länder, aber auch für Nicht-EU-Länder wie Island, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien, Monaco, die Schweiz und Andorra.

Der Kfz-Schutzbrief – eine sinnvolle Ergänzung

Wer einen Kfz-Schutzbrief hat, muss sich bei Pannen oder um die Hilfe am Unfallort keine Sorgen machen, denn das übernimmt der Kfz-Schutzbrief. Sache dieser Versicherung ist auch das Abschleppen und der Rücktransport nach Hause, ebenso wie ein Mietwagen oder die Übernachtung in einem Hotel vor Ort.

Fazit

Reisen durch Europa mit dem Wohnmobil sind im Trend. Wer ein teures Ferienhaus auf Rädern hat, der sollte besonders bei den Versicherungen immer gut vorsorgen. Das gilt besonders für Fahrten im Ausland, denn hier kann ein Unfall oder ein Schaden unter Umständen sehr teuer sein.

Bild: @ depositphotos.com / glougass

Ulrike

Ulrike

Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net
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