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Mit dem Beginn des Studiums fängt für junge Menschen ein eigenständiges Leben an. Sie wohnen in der ersten eigenen Wohnung und müssen sich auch um eine eigene Krankenversicherung kümmern. Wer bislang eine private Krankenversicherung hatte, muss sich entscheiden, aber das ist nicht der einzige Punkt, der für Studenten von Interesse ist. Grundsätzlich gilt, wer ein Studium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule beginnt, der muss gesetzlich krankenversichert sein. Sind die Eltern bereits gesetzlich versichert, können die Studenten erst einmal kostenlos in der Kasse der Eltern versichert bleiben. Allerdings ist das nur bis zum 25. Lebensjahr möglich.

Privat oder gesetzlich?

Studenten mit einer privaten Krankenversicherung müssen sich zu Beginn des Studiums entscheiden, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern wollen. Fällt die Wahl auf die private Krankenversicherung, muss sich der Student innerhalb von drei Monaten nach der erfolgten Einschreibung von der gesetzlichen Krankenkasse befreien lassen. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass während der gesamten Studienzeit der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung versperrt ist.

Gibt es Probleme mit dem Nebenjob?

Die meisten Studenten verdienen sich mit einem oder mehreren Jobs etwas für Studium dazu. Wer den Schutz der Familienversicherung nicht verlieren möchte, sollte darauf achten, dass die 425-Euro-Grenze bei einem Nebenjob nicht überschritten wird, wenn es sich um einen 450-Euro-Job handelt. Alle Studenten, die nur in den Semesterferien oder nicht länger als acht Wochen einen Job ausüben, dürfen nicht mehr als 425,- oder eben 450,- Euro verdienen. Gibt es mehr Geld, dann gilt automatisch, dass der Student über seinen Arbeitgeber freiwillig oder pflichtversichert ist. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Studenten jeden Abend kellnern gehen oder einen anderen Job mit Festanstellung haben.

Was ist bei der Haftpflichtversicherung zu beachten?

Wenn Studenten arbeiten gehen, dann sollten sie außerdem über eine private Haftpflichtversicherung nachdenken. Sollte es zu einem Schaden kommen, dann sind auch Studenten dazu verpflichtet, für den von ihnen verursachten Schaden aufzukommen. Bei Sach- oder Personenschäden kann das schnell sehr teuer enden. In solchen Fällen kommt die private Haftpflichtversicherung für diese Schäden auf. Die meisten Studenten sind bei ihren Eltern haftpflichtversichert, diese Versicherung endet aber, wenn der Student 25 Jahre alt ist. Ab dann ist eine eigene private Haftpflichtversicherung eine gute Wahl.

Bild: @ depositphotos.com / mardzpe

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Von Ulrike (Insgesamt 202 News)

Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net