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Die Krankenkassen klagen über die hohen Summen, die sie in diesem Jahr ausgegeben haben. Die Ausgaben waren nicht nur 2017 sehr hoch, auch das Jahr 2015 war ein teures Jahr für die Krankenversicherer. Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, lagen die Krankheitskosten alleine für das Jahr 2015 bei knapp 339 Milliarden Euro. 13,7 % oder 46,4 Milliarden Euro mussten die Krankenkassen für Krankheiten ausgeben, die das Herz-Kreislauf-System betreffen. Damit liegen diese Krankheiten ganz weit oben in der Statistik.

Hohe Kosten

Nach den Herz-Kreislauf-Krankheiten mussten die Kassen rund 44,4 Milliarden Euro für die Behandlung von psychischen Erkrankungen ausgeben, 13,1 % des gesamten Budgets. Auf dem dritten Rang sind Krankheiten des Verdauungssystems zu finden, für diese Behandlungen mussten die Kassen 41,6 Milliarden Euro ausgeben. 34,2 Milliarden sind es für Krankheiten, die Muskeln oder das Skelett betreffen, auf Symptome und klinisch abnorme Befunde, die Krankenhäuser und Ärzte nicht klassifizieren konnten, entfielen weitere 20 Milliarden Euro. Für Vergiftungen und Verletzungen mussten 18 Milliarden ausgeben werden und Krankheiten des Nervensystems haben 17 Milliarden Euro gekostet.

Die Kosten für jeden Versicherten

Das Statistische Bundesamt hat nicht nur die Kosten für die Behandlungen der einzelnen Krankheiten zusammengefasst, festgehalten wurde auch, wie teuer jeder Versicherte ist. Im Durchschnitt haben die Krankenkassen pro Kopf 4140 Euro ausgeben. Besonders teuer sind Männer, die Probleme mit dem Herzen oder mit dem Kreislauf haben, sie kosteten pro Kopf rund 600,- Euro. Bei den Damen sind die Kosten mit 540,- Euro ein wenig geringer. Etwas anders sieht es bei den psychisch bedingten Krankheiten und den Verhaltensstörungen aus. Hier führen die Frauen die Liste an, sie haben die Kassen pro Kopf mit 670,- Euro belastet, bei den Herren ist es nur 420,- Euro.

Ein großes Problem

Nach Ansicht der Krankenkassen sind psychisch bedingte Krankheiten und Verhaltensstörungen dabei, den Herz-Kreislaufkrankheiten den Rang abzulaufen. Bei rund 560.000 Versicherten ist die Seele der Hauptgrund für die Erwerbsunfähigkeit. Die Ursachen sind vielschichtig, oft handelt es sich um falsch verstandenes Leistungsdenken. Auch zu hohe Ansprüche an die eigene Leistung führen immer häufiger zu Depressionen, Angststörungen und anderen psychischen Krankheiten. Ebenfalls ein häufiger Grund, dass es zu einer gesundheitlichen Störung dieser Art kommt, ist die Angst, die Arbeit zu verlieren und ins soziale Abseits zu rutschen.

Bild: @ depositphotos.com / BrianAJackson

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Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net