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Wenn alte Menschen in ein Seniorenheim ziehen, entstehen – je nach Pflegebedürftigkeit – Kosten von einigen tausend Euro im Monat. Ein großer Teil dieses Geldes stammt aus der Pflegeversicherung.

Da deren Kassen aber ziemlich leer sind, setzen Sozialpolitiker verstärkt auf die häusliche Pflege durch Angehörige. Seit längerem werden stärkere finanzielle Anreize für diese Form der Pflege diskutiert, weil sie unterm Strich deutlich günstiger ist als die Heimunterbringung – ganz abgesehen davon, dass die meisten Senioren lieber in der vertrauten Umgebung bleiben als in eine vergleichsweise ‚"anonyme" Pflegeeinrichtung umzuziehen.

Das Bundessozialgericht folgt dieser Linie und stärkt pflegenden Angehörigen den Rücken. Muss zum Beispiel ein Fahrstuhl ins Haus eingebaut werden und ergibt sich aus dieser Maßnahme eine ‚"erheblich Erleichterung" für den Pflegebedürftigen, so muss sich die Pflegeversicherung an den Investitionskosten beteiligen. Dabei spielt jedoch die Vermögenssituation des Seniors eine Rolle: Wer über viel Geld verfügt, bekommt einen entsprechend geringeren Zuschuss.

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Pflege zu Hause: Pflegeversicherung muss für Investitionen zahlen
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Von Stephan (Insgesamt 332 News)

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