Steuern auf Renten finanzieren staatliche Zulagen für Riester-Rente & Co. » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Lebensversicherung > Steuern auf Renten finanzieren staatliche Zulagen für Riester-Rente & Co.

Mit attraktiven Zulagen will der Staat seine Bürger animieren, verstärkt in die private Altersvorsorge zu investieren. Bei der Kapitallebensversicherung wurden zwar die Steuervorteile teilweise gestrichen, an den Kosten für Riester- und Rürup-Renten beteiligt sich die öffentliche Hand aber mit jährlich steigenden Beträgen.

Diese gute Nachricht für künftige Rentnergenerationen ist verbunden mit Nachteilen für die heutigen Ruheständler. Um die Kosten für die staatliche Förderung zumindest teilweise wieder hereinzuholen, beschloss die Regierung nämlich das so genannte Alterseinkünftegesetz.

Dieses regelt, dass Rentenzahlungen fortan versteuert werden müssen. Die Umstellung des bisherigen Systems geschieht Schritt für Schritt, indem jedes Jahr der steuerpflichtige Anteil an der Rente um zwei Prozentpunkte erhöht wird. Ab 2020 beträgt die Steigerung noch jährlich 1 Prozent, ab 2040 müssen Renten dann in voller Höhe versteuert werden.

Ein weiterer Baustein in der Finanzierung der staatlichen Zulagen für Riester-Rente & Co. ist die 50prozentige Besteuerung der Erträge aus Kapitallebensversicherungen. Für Verträge, die ab dem 1. Januar 2005 neu abgeschlossen wurden, gilt: 50 Prozent der Auszahlung am Ende des Vertrags müssen versteuert werden. Lässt sich der Versicherte das Geld vor Erreichen des 60. Lebensjahres auszahlen, muss er darauf sogar in voller Höher Steuern zahlen.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Ist die Riester-Rente gescheitert? Die Bundesregierung sucht verzweifelt nach Möglichkeiten, um die stetig wachsenden Löcher in der gesetzlichen Rentenversicherung zu stopfen. Riester ist eines der Zauberworte, aber es gibt ein großes Problem, denn in der Riester-Rente sind mittlerweile selbst riesige Löcher entstanden. Jeder fünfte der 16,5 Millionen Riester-Verträge ist heute ruhig gestellt, das heißt, es wird in diese Verträge nichts mehr eingezahlt. Eine genaue Zahl wollte das Bundesfinanzministerium nicht machen, aber für viele ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Riester-Rente wohl endgültig gescheitert ist. Nu...
Lebensversicherung: Ergo Chef sieht Zinsen weiter sinken Die europäische Finanzkrise beschäftigt nicht nur Regierungen und Großbanken, sie könnte künftig auch die Deutschen ganz direkt betreffen. Die niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt, direkte Folge der Finanzkrise, schlagen auch auf die Erträge bei den Lebensversicherungen durch. Nun hat mit Torsten Oletzky als Konzernchef des Versicherungsunternehmens Ergo ein maßgeblicher Mann Alarm geschlagen und vor einem Absacken der Zinsen gewarnt. Oletzky, der als Chef einem Unternehmen mit rund sechs Millionen Versicherungen vorsteht, verwies in einem Interview mit "Bild" darauf, dass der gesetzlich garantie...
Selbstmordversuch darf nicht verschwiegen werden Nach einem Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken, darf eine Versicherung die Leistungen verweigern, wenn der Versicherte beim Abschluss der Lebensversicherung einen vorherigen Suizidversuch verschwiegen hat (Az.: 5 U 510/08-93). Im konkreten Fall klagte die Ehefrau eines Versicherten, der 2001 eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hatte. Beim Abschluss der Versicherung verschwieg er, dass er nur wenige Monate zuvor einen Suizidversuch unternommen hatte. Nach dem Tod des Mannes durch einen Unfall verweigerte die Versicherung die Auszahlung der Versicherungssumme....
Müntefering wirbt für Riester Rente "Wir haben immer gesagt, dass eine private Vorsorge nötig ist. Und wir haben die Instrumente geschaffen, mit denen sie auch möglich wird", heißt es in einem Schreiben von Müntefering mit Blick auf die Riester-Rente. "Wer sich mit staatlicher Förderung bemühe, der habe auch in Zukunft ein ausreichendes Einkommen im Alter" so Müntefering weiter. Grund für Münteferings Schreiben ist der Bericht der Bild in der vergangenen Woche unter der Überschrift Schrumpf-Rente. Die Bild hatte Berechnungen vorgestellt, wonach die Kaufkraft der Rente bis 2035 bei anhaltenden Nullrunden und einer Inflation von ...
Clerical Medical zieht Revision zurück Mit großer Spannung wurde das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshof (BGH) zu versprochenen Auszahlungen von Lebensversicherungen erwartet, doch dazu wird es jetzt nicht mehr kommen. Das verklagte britische Versicherungsunternehmen Clerical Medical hat eine Entscheidung des BGH verhindert, indem es seine Revision zurückgezogen und zugesagt hat, der Klägerin eine Entschädigung zu zahlen. So kann der BGH kein Urteil fällen. In dem Verfahren ging es um eine Anlegerin, die im Jahr 2002 gegen den Einmalbeitrag von 247.000 Euro eine Lebensversicherung abgeschlossen und dafür ein Darlehen in Höhe von...
Von Stephan (Insgesamt 332 News)