Rechtsschutz bei Klagen gegen Aktienverluste » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Rechtsschutz > Rechtsschutz bei Klagen gegen Aktienverluste

Ende der 90er Jahre erlebten die Börsen weltweit einen Höhenflug. Auch in Deutschland investierten Millionen Kleinaktionäre in Aktien von bis dahin völlig unbekannten Unternehmen. Aktienfonds verzeichneten ebenfalls Mittelzuflüsse im Milliardenbereich.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends folgte dann der Absturz, unvorstellbar viel Geld wurde ‚"vernichtet". Viele Anleger versuchten anschließend, sich zumindest einen Teil ihrer Verluste vor Gericht zurückzuholen. Die Klagen richteten und richten sich gegen Banken, deren Berater falsche Versprechungen gemacht haben sollen, gegen die börsennotierten Unternehmen und auch gegen Fondsgesellschaften.

Da mitunter umfangreiche Gutachten eingeholt werden müssen, um Schuld- und Haftungsfragen zu klären, sind Schadensersatzklagen von geschädigten Anlegern mit teilweise hohen finanziellen Risiken verbunden. Deshalb raten Verbraucherschützer und auch die Schutzgemeinschaften der Aktionäre nur solchen Anteilseignern zu rechtlichen Schritten, die über eine Rechtsschutzversicherung verfügen.

In den meisten Fällen muss die Versicherung nämlich für Anwalts- und Prozesskosten aufkommen. Versicherer, die die Kostenübernahme verweigert hatten und zur Begründung auf den ‚"Glücksspielcharakter" spekulativer Kapitalanlagen verwiesen hatten, wurden mehrfach gerichtlich in die Schranken verwiesen. Auch wenn der Versicherte extrem riskante Geschäfte tätigte, muss die Rechtsschutzversicherung ihm bei Klagen z.B. gegen einen Fondsanbieter beistehen, entschied das Landgericht Wiesbaden.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Rechtsschutz bei Klagen gegen Aktienverluste
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

ADAC-Verkehrs-Rechtsschutz mit den wenigsten Beschwerden Laut der aktuellen Beschwerdestatistik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) weist der ADAC-Verkehrs-Rechtsschutz erneut die niedrigste Beschwerdequote auf. Diese gilt als Indiz für Kundenzufriedenheit. Im letzten Jahr sind nur 7 Beschwerden gegen die Versicherungsleistungen der ADAC-Verkehrs-Rechtsschutz bei der BaFin eingegangen, das entspricht einer Quote von 0,26 pro 100.000 Versicherungspolicen. Für andere Anbieter von Verkehrs-Rechtsschutzpolicen wurden deutlich mehr, nämlich 15 mal so viele Beschwerden gezählt. 2008 wurden über 15.000 Reklamationen im Versicherung...
Rechtsschutzversicherer drängen auf Klage Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Arbeitnehmer, die sich mit Hilfe ihrer Rechtsschutzversicherung gegen eine Kündigung wehren wollen, bei der Beauftragung eines Rechtsanwaltes aufpassen sollen. Grund: Bei manchen Versicherungen werden die vollen Anwaltsgebühren nur dann übernommen, wenn der Anwalt mit einer sofortigen Klage beauftragt wird. Versicherte, die den Anwalt zunächst um den Versuch einer außergerichtlichen Einigung bitten, können - sollte es später doch zur Klage kommen - auf einem Teil der außergerichtlichen Anwaltskosten sitzen bleiben. Da bei einer sofortigen Klage we...
Rechtsschutzversicherung muss häufiger für Geldanleger zahlen Nach einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München können Anleger zukünftig die Kosten für eine Klage gegen Falschberatung und dadurch erlittener Verluste von ihrer Rechtsschutzversicherung einfordern (Az.: 29 U 589/11). Das OLG entschied, dass eine Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage nicht mit dem Verweis auf Ausschlussklauseln in den Geschäftsbedingungen ablehnen, die sehr allgemein gehalten sind. Im konkreten Fall ist genau dies geschehen: Ein Rechtsschutzversicherer (die Münchner D.A.S.) weigerte sich, die Kosten für ein Verfahren wegen Falschberatung zu tragen und ...
VZ Hamburg mahnt Rechtsschutz-Versicherungen ab Die Verbraucherzentrale Hamburg hat insgesamt 17 Rechtsschutz-Versicherer abgemahnt, die in ihren Versicherungsbedingungen Klauseln enthalten, die den Kunden auf unangemessene Weise benachteiligen. Es geht um die Klausel, die in etwa besagt, dass der Versicherte "alles zu vermeiden hat, was eine unnötige Erhöhung der Kosten oder eine Erschwerung ihrer Erstattung durch die Gegenseite verursachen könnte". Auch der Budnesgerichtshof hatte diese Klausel bereits kritisiert, doch die betroffenen Unternehmen haben die Klausel, die einen Verlust des teilweisen oder ganzen Versicherungsschutzes nach si...
Rechtsschutz für Soldaten soll gestärkt werden Nach einer Anordnung des Bundesinnenministeriums soll der Rechtsschutz von Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz verbessert werden. Der Bund soll demnach zukünftig die Anwaltskosten von Soldaten, Bundespolizisten und Diplomaten übernehmen, wenn diese dienstbedingt Rechtsschutz benötigen. Bislang konnten sie in einem solchen Fall lediglich einen Antrag auf ein zinsloses Darlehen stellen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und der Bundeswehrverband haben die Änderung, die natürlich nicht bei vorsätzlichem Handeln des Soldaten gilt, aus aktuellem Anlass durchgesetzt. Am 28. August ers...
Von Stephan (Insgesamt 332 News)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *