Unwetterschäden – die Versicherungen müssen immer zahlen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Versicherungen > Unwetterschäden – die Versicherungen müssen immer zahlen

Sie heißen Paul und Rasmund und sie haben in diesem Sommer für erhebliche Schäden gesorgt. Die Rede ist von zwei Tiefdruckgebieten, die zwischen Ende Juni und Anfang Juli Unwetterschäden in Höhe von einer halben Milliarde Euro hinterlassen haben und die Versicherungen müssen rund 600 Millionen Euro an Entschädigungsleistungen zahlen. Beschädigte Häuser sowie Industrie- und Gewerbeanlagen machen die eine Hälfte der Entschädigungssumme aus, die andere Hälfte muss für die kaskoversicherten Autos, die beschädigt wurden, aufgewendet werden.

Extreme Unwetter

Die Schadensbilanz bezieht sich bisher auf einige wenige Unwetter, die zwischen dem 20. Juni und dem 2. Juli des Jahres über Deutschland getobt haben. Zuerst kam Rasmund, der in den beiden letzten Junitagen mit Starkregen über weite Teile von Berlin und Brandenburg gewütet hat, dann kam Paul, der besonders in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg aktiv war. Zum Teil fielen in nur 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Im Vergleich dazu, in ganz Deutschland fallen normalerweise im Schnitt nur 800 Liter pro Quadratmeter.

Keine Seltenheit

Auch wenn es sich vielleicht so anfühlt, aber auch extreme Unwetter, wie sie im Juni und Juli über Deutschland unterwegs waren, sind keine Seltenheit. Unwetter mit Sturm, Hagel, Blitzeinschlägen und sehr starken Regenfällen sind allerdings örtlich begrenzt, aber wo sie auftreten, richten sie große Schäden an. Erst wenn das Unwetter da ist, dann merken viele Haus- und Autobesitzer, dass der Abschluss einer Naturgefahrenversicherung keine so schlechte Idee ist. Nur 40 % der Deutschen haben nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft eine Naturgefahrenversicherung, aber die Tendenz ist steigend, da sich die Unwetter offenbar häufen.

Teure Schäden

Grundsätzlich gilt: Unwetterschäden, wie die Schäden, die zum Beispiel bei Überschwemmungen an Gebäuden oder am Hausrat entstehen, werden nur dann von den Versicherungen übernommen, wenn es auch die passende Zusatzversicherung für Elementarschäden gibt. Ist das nicht der Fall, dann bleiben die meisten Betroffenen auf den Kosten sitzen. Zwar übernehmen viele Versicherungen auch als Gründen der Kulanz einige Schäden, die beispielsweise an den Gartenmöbeln entstehen, wenn sie vom Hagel getroffen wurden, aber große Schäden wie ein vollgelaufener Keller, bleiben außen vor. Für diese Schäden, die nicht selten in die Tausende gehen, müssen die Versicherungsnehmer selbst aufkommen.

Es ist daher eine gute Idee, eine Naturgefahrenversicherung abzuschließen, denn der Sommer ist noch nicht vorbei und der nächste Sommer kommt bestimmt.

Bild: © Depositphotos.com / halina_photo

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Vier Versicherungen, die jeder Bauherr haben sollte Die Zinsen sind auf einem historisch niedrigen Stand und das macht für viele Deutsche den Bau eines eigenen Hauses so attraktiv. Bevor jedoch der erste Stein für das neue Haus gelegt ist, muss der Bauherr über den richtigen Versicherungsschutz nachdenken. Ohne den nötigen Schutz bleibt der Bauherr bei einem Schadensfall auf den gesamten Kosten sitzen. Je nachdem, wie groß der Schaden ist, kann das den Bauherren schnell finanziell komplett ruinieren. Aber welche Versicherungen sind wichtig? Die Bauherrenhaftpflichtversicherung Jeder Bauherr ist für die Sicherheit auf der Baustelle verantw...
Luxusuhren per Foto versichern Für viele Menschen ist eine Armbanduhr nicht nur einfach ein Mittel, um die Zeit abzulesen, sie kaufen bewusst sehr kostbare Uhren als Wertanlage. Nicht jeder, der eine solche Luxusuhr besitzt, legt sie auch sicher in einen Tresor oder in ein Schließfach bei der Bank, sondern trägt sie stolz am Handgelenk. Was aber passiert, wenn die Uhr beschädigt oder gestohlen wird? Die Basler-Sachversicherungs-AG hat dieses Problem erkannt und bietet jetzt eine spezielle Versicherung für diese so wertvollen und teuren Armbanduhren an. Für alle Hersteller Wer eine Armbanduhr besitzt, die zwischen 200,...
Von Ulrike (Insgesamt 202 News)

Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net