Kfz-Versicherung – wird es bald keinen Schadenfreiheitsrabatt mehr geben? » Versicherungen Finanzen

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Der Trend geht zum autonomen Fahren und das macht nach Ansicht von Versicherungsexperten über kurz oder lang den Schadenfreiheitsrabatt überflüssig. Die Begründung für diese These ist einleuchtend, denn wenn die Automatisierung des Verkehrs immer weiter zunimmt, dann werden die individuellen Fahrfehler des Autofahrers immer seltener. Die Belohnung für ein unfallfreies Fahren fällt damit weg.

In den nächsten 20 Jahren

Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, nicht mehr selbst am Steuer seines Autos zu sitzen, wenn es fährt. An diesen Gedanken wird man sich aber gewöhnen müssen, denn die Umstellung vom klassischen PKW zum selbstfahrenden PKW wird mit großer Geschwindigkeit vorangetrieben und schon in 20 Jahren sollen die Autos mit der neuen Technologie versehen werden. Bis es so weit ist, könnten sich die Schadenfreiheitsklassen langsam aber sicher aus der Kfz-Versicherung verabschieden.

Gibt es neue Bemessungsgrenzen?

Wenn es so weit kommen sollte, dass die Schadenfreiheitsklassen in der Kfz-Versicherung wegfallen, dann stellt sich für die Versicherten natürlich die Frage, wie die Beiträge in der Zukunft bemessen werden sollen. Bislang war der Schadenfreiheitsrabatt der maßgebliche Faktor bei der Höhe der Prämien. Alle, die Jahre oder auch Jahrzehnte ohne Schaden an ihrem Auto unterwegs sind, zahlen nur einen Bruchteil dessen, was zum Beispiel Fahranfänger für die Kfz-Versicherung bezahlen müssen. Wenn die Autos autonom unterwegs sind, dann kann der Fahrer nicht mehr belohnt werden, denn er sitzt schließlich auch nicht mehr hinter dem Steuer. Die Versicherungen werden sich also etwas anderes einfallen lassen müssen.

Die moderne Technik macht die Schäden teurer

Schon heute zeichnet sich ab, dass die Kosten für einen Unfallschaden auch bei stetig abnehmenden Unfallzahlen nicht signifikant sinken. Aber wo liegen die Ursachen? Eine Mitschuld trifft mit Sicherheit die immer bessere Sicherheitstechnik, denn wo früher nach einem kleinen Rempler auf dem Parkplatz lediglich die Stoßstange lackiert werden musste, wird sie in der heutigen Zeit gern komplett ausgetauscht. Die Gefahr, dass die in der Stoßstange verbauten Sensoren und Kameras beschädigt werden, ist einfach viel zu groß. Daher summieren sich die Kosten für eine Reparatur auch bei den sogenannten Bagatellschäden sehr schnell auf 5000 Euro oder sogar mehr. Das bedeutet auch für die Kfz-Versicherungen, sie müssen mehr Geld in die Hand nehmen und diese Mehrkosten werden dann auf die Prämien der Versicherten übertragen.

Bild: © Depositphotos.com / REDPIXEL

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Von Ulrike (Insgesamt 202 News)

Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net