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Die staatlich geförderten Pflege-Zusatzversicherungen, die umgangssprachlich „Pflege-Bahr“ genannt werden, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bis Ende Januar wurden schon über 400.000 Verträge Pflege-Zusatzversicherungen abgeschlossen, teilte ein Sprecher des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) mit. Dies ergab eine Sonderumfrage des Verbandes bei seinen Mitgliedsunternehmen. Zum Vergleich: Ende Oktober 2013 waren es noch 332.600 und Ende Dezember 2013 noch 353.400 abgeschlossene Policen.

Damit ist der Trend für den Pflege-Bahr ungebrochen und steigert sich sogar noch. Denn während Anfang des Jahres 2013 pro Arbeitstag ca. 240 Verträge abgeschlossen wurden, waren es Ende letzten Jahres schon weit mehr als 1.000 Verträge und aktuell etwa 1.600 Verträge pro Arbeitstag, so der PKV-Verband. Verbandsvorsitzender Uwe Laue geht davon aus, dass diese Form der Pflege-Zusatzversicherung 2014 „die stolze Marke von einer Million Verträgen erreichen kann“. Die Bereitschaft zum Abschluss einer Pflege-Zusatzversicherung ist Laue zufolge auf die zunehmende Erkenntnis der Menschen zurückzuführen, dass die gesetzliche Pflichtversicherung zur Pflege nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten abdeckt und der Rest von ihnen oder ihren Angehörigen übernommen werden muss.

Die Bezeichnung Pflege-Bahr geht auf den ehemaligen Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) zurück, in dessen Amtszeit die Zusatzversicherung 2013 eingeführt wurde. Bei dieser Form der Pflege-Vorsorge wird der Abschluss einer Pflege-Zusatzversicherung mit einer staatlichen Förderung von 5 Euro pro Monat unterstützt, wenn der Beitrag des Versicherten mindestens 10 Euro beträgt. Bei diesen Tarifen darf zudem kein Antragsteller abgelehnt werden.

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Schon 400.000 Pflege-Bahr-Verträge abgeschlossen
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Von Melanie (Insgesamt 1903 News)

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