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Wer eine Wohnung mieten möchte, muss dem Vermieter in der Regel eine Kaution bezahlen, die dieser als finanzielle Sicherheit für die Dauer des Mietverhältnisses einbehält. Je nach Höhe der Kaution, die höchstens drei Monatsnettokaltmieten betragen darf, kann die Zahlung der Kaution ein finanzielles Problem darstellen. In letzter Zeit wurde von Versicherungen verstärkt für sogenannte Kautionsversicherungen geworben.

Kautionsversicherungen sind im Grunde genommen Bürgschaften, die von Versicherungsunternehmen für den Mieter übernommen werden. Für diese Leistung verlangt die Versicherung von dem Mieter jährliche Beiträge, die nach dem Auszug aus der Wohnung nicht zurückerstattet werden.

Experten zufolge sind Kautionsversicherungen nicht empfehlenswert. So weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass die aktuellen Angebote sehr teuer sind: Für eine Kaution von 2.000 Euro und eine Mietdauer von fünf Jahren verlangen die vier Versicherungsunternehmen im Test inegsamt zwischen 480 und 590 Euro. Günstiger sind dagegen Bürgschaften von Banken, die im Durchschnitt etwa 70 Euro pro Jahr kosten. Auch Jürgen Fischer von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern hält von einer Kautionsversicherung nichts und empfiehlt Mietern, wenn möglich Alternativen zu nutzen.

Mietbürgschaften können jedoch eine Zwischenlösung für Mieter sein, die gerade nicht in der Lage sind, die Kaution selbst zu bezahlen. Im Vergleich zu einer Kreditaufnahme oder der Nutzung des Dispokredits für die Kaution sind Bürgschaften nämlich wesentlich günstiger.

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