Stiftung Warentest rät von Korridor-Anleihen ab » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Finanzen > Stiftung Warentest rät von Korridor-Anleihen ab

Als Alternative zu herkömmlichen Zinsanlagen bieten Sparkassen und Banken sogenannte Korridor-Anleihen. Diese zeichnen sich in der Regel durch eine Kapitalgarantie zum Ende der Laufzeit aus und sehr hohe Zinsen. Allerdings ist der Zinssatz an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Die Stiftung Warentest nennt in einer aktuellen Meldung als Beispiel die Dax Kupon Korridor-Anleihe der Landesbank Berlin mit einer Laufzeit bis Juni 2020 und einer Verzinsung von 3% pro Jahr – vorausgesetzt der Aktienindex Dax liegt in einem Korridor zwischen rund 5.778 und 10.318 Punkten. Dieser Korridor gilt für das ganze Jahr, mit anderen Worten, liegt der täglich ermittelte Schlusskurs nur ein einziges Mal außerhalb des genannten Korridors, gibt es für das entsprechende Jahr keine Zinsen und die Rendite fällt deutlich geringer aus.

Für die Finanzexperten der Stiftung Warentest hat diese Art der Geldanlage einen „Wettcharakter“, dessen Ausgang für die Anleger nicht kalkulierbar ist. Nur die komplette Rückzahlung am Ende der Laufzeit ist gesichert, sonst nichts. Es bleibt also über die gesamte Laufzeit hinweg ungewiss, wie hoch die Rendite tatsächlich ausfallen wird. Da die Kunden beim Kauf dieser Anleihen üblicherweise einen Aufschlag von 2% zahlen, kann es sein, dass sie am Ende draufzahlen. Für die Anleger bedeutet dies ein Risiko, für die Banken jedoch nicht. Sie gewinnen in jedem Fall, denn sie erhalten vom Anbieter der Anleihen eine Provision. Deshalb rät die Stiftung Warentest von Korridor-Anleihen und generell von allen Zinsprodukten ab, bei denen die Höhe der Rendite von Bedingungen abhängig gemacht wird.

 

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Stiftung Warentest: Ratgeber zur Geldanlage für Faule Die Stiftung Warentest hat einen neuen Ratgeber veröffentlicht, der sich an Menschen richtet, die ihr Geld gut anlegen möchten, aber kein Interesse daran haben, sich ausführlich damit zu beschäftigen. Der Ratgeber "Geldanlage für Faule" soll einen Überblick über die verschiedenen Anlagemöglichkeiten bieten, der auch für Laien verständlich ist. Hier werden Anlageprodukte vorgestellt, die pflegeleicht sind und trotzdem eine gute Rendite bieten. Der Ratgeber ist wie ein Nachschlagewerk aufgebaut. Der Leser entscheidet sich für sein persönliches Anlageziel, das z.B. in der Altersvorsorge besteht ...
Viele Banken verweigern Auskunft zu Dispozinsen Die Stifung Warentest wollte die Höhe der Dispozinsen bei den Banken in Deutschland unter die Lupe nehmen - und stieß mehrheitlich auf Aussageverweigerung. Insgesamt 1.566 Kreditinstitute mit teilweise mehreren Kontomodellen sollten Auskunft geben, doch mehr als zwei Drittel verweigerten diese und das auch mit den erstaunlichsten Begründungen. So war die Volksbank Senden der Meinung, dass die Stiftung Warentest "nicht gut mit den Banken um" und die VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu wollte keine Angaben machen, weil sie befürchtet, dass die Konkurrenz nicht wahrheitsgemäß antwortet und sie selbst de...
Politiker fordern Hartz IV Erhöhung Ausgelöst durch den massiven Preisanstieg bei Lebensmittleln wie z.b. bei der Milch fordern SPD Politiker und Politiker der Grünen nun eine Erhöhung der Hartz-IV Leistungen. SPD-Sozialexperte Ottmar Schreiner sagte gegenüber der Bild-Zeitung, das die Leistungen von Hartz IV nicht mehr existenzsichernd seien, da es keinerlei Orientierung der Leistung an den Lebenshaltungskosten gibt. ‚"Dadurch das die Lebensmittelpreise nun explodieren, verringert sich der reale Wert von Hartz IV extrem. Es muss jetzt dringend eine Korrektur der Hartz IV Sozialeistungen vorgenommen werden", sagte Sch...
Finanzamt fördert Altersvorsorge stärker In diesem Jahr erkennt das Finanzamt größere Beträge der Altersvorsorge an als noch im letzten Jahr. Davon profitieren Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige. Wie die Stiftung Warentest mitteilt, werden zusätzliche Investitionen in die eigene Altersvorsorge in Form der gesetzlichen Rentenversicherung, beruflicher Versorgungswerke und Rürup-Verträge zunehmend attraktiver. Denn Berufstätige können nun höhere Beträge steuerlich geltend machen. Demnach fördert das Finanzamt Rentenbeiträge bis zu 20.000 Euro, für Ehepaare und gesetzliche Lebenspartnerschaften liegt der Höchstbetrag bei 40.000 Eur...
Schadenersatzforderung nach Immobilienfonds-Empfehlung Die Stiftung Warentest berichtet in einer aktuellen Meldung von einem Verbraucher, der auf Anraten seiner Bank sein Geld in offene Immobilienfonds investiert hat. Im Jahr 2009 wollte Michael Brunner aus Nürnberg sein Erbe in Höhe von 60.000 Euro anlegen, dabei war ihm wichtig, dass das Geld sicher investiert und das Geld gleichzeitig jederzeit verfügbar war. Der Berater seiner Hausbank, der damaligen Citibank, empfahl ihm derzeit den Kauf von Anteilen am offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest - obwohl schon damals die Rücknahme von Fondsanteilen zeitweise ausgesetzt war. Brunner vertraute sein...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)