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Vor elf Monaten startete der sogenannte Pflege-Bahr. Nach einem eher verhaltenen Beginn startet die staatlich geförderte Pflege-Zusatzversicherung jetzt richtig durch und erlebt nahezu einen Boom. Wie der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) mitteilte, wurden derzeit an jedem Arbeitstag rund 1.600 Versicherungsverträge abgeschlossen. Insgesamt gibt es damit bislang rund 332.600 Pflege-Bahr-Verträge. Experten rechnen damit, dass im nächsten Jahr bis zu 1 Million Verträge abgeschlossen sind. Der Bund hat hierfür ein Fördersumme von insgesamt 100 Millionen Euro pro Jahr eingeplant.

Zum Vergleich: Noch kurz nach dem Start des Pflege-Bahrs wurden pro Arbeitstag rund 240 Verträge und im Juni dann schon 1.000 Verträge abgeschlossen. Noch-Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), nach dem die Zusatzversicherung im Volksmund benannt wurde, fühlt sich durch die aktuellen Zahlen bestätigt und findet „Es war richtig, dass erstmals auch viele Menschen mit Vorerkrankungen nun eine private Versicherung abschließen können“. Dass die Zusatzversicherung zunächst nur mäßigen Anklang fand, sei ihm klar gewesen und Bahr verwies in diesem Zusammenhang auf die Riester-Rente, die auch erst langsam durchstartete.

Wer eine solche Zusatzversicherung gegen das Pflegerisiko abschließt und hierfür mindestens 10 Euro monatlich bezahlt, erhält vom Staat einen Zuschuss von 5 Euro pro Monat. Bei dieser Art der Versicherung dürfen keine Risikozuschläge erhoben werden und es sind keine Gesundheitsprüfungen erforderlich.

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