Anti-Abzocke-Gesetz soll Verbraucher schützen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Sonstige News > Anti-Abzocke-Gesetz soll Verbraucher schützen

Immer mehr Verbraucher fühlen sich von unerwünschten Werbeanrufen, bei denen sie Versicherungen, Finanzprodukte oder anderes abschließen oder kaufen sollen, belästigt. Nun hat der Bundesrat das sogenannte Anti-Abzocke-Gesetz verabschiedet, mit dem Verbraucher vor unseriöser Telefonwerbung, Gewinnspielen und Abmahngebühren geschützt werden sollen.

Konkret soll die Obergrenze für die Bußgelder, die bei unerlaubten Werbeanrufen fällig werden, von aktuell 50.000 Euro auf 300.000 Euro angehoben werden. Im Falle dubioser Gewinnspiele müssen Verbraucher ihre Teilnahme zukünftig schriftlich bestätigen, eine telefonische Vereinbarung reicht nicht mehr aus. Auch die teilweise horrenden Abmahngebühren, die wegen dem illegalen Herunterladen von Musik erhoben werden, sollen zukünftig gedeckelt werden. Laut Gesetzgeber beträgt der Streitwert von illegalem Musik-Download demnach maximal 1.000 Euro und die erste Abmahngebühr darf somit höchstens 148 Euro betragen.

Für Inkassofirmen sollen zukünftig ebenfalls strengere Regeln gelten. Sie müssen deutlich machen, für welches Unternehmen sie welche Geldforderung durchsetzen wollen. Unseriöse Inkasso-Unternehmen müssen mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. Bislang lag die Obergrenze hierfür bei 5.000 Euro. Möglicherweise tritt das Gesetz schon im Herbst im Kraft, die Regelungen zu den Inkassounternehmen gelten jedoch verbindlich erst 2014.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Anti-Abzocke-Gesetz soll Verbraucher schützen
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Intensivere Prävention gegen Aids Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gab im Vorfeld des Deutsch-Ästerreichischen Aids-Kongresse bekannt, das geplant sei, die Prävention gegen HIV und Aids zu intensivieren. Die Zahl der HIV-Neudiagnosen ist in Deutschland seit dem Jahre 2002 deutlich angestiegen. Homosexuelle Männer stellen dabei die größte Gruppe mit den höchsten Zuwachsraten da. Vom Bundesministerium für Gesundheit wurden jetzt die Mittel für die Aidsprävention aufgestockt. Zudem stellt der Verband der privaten Krankenversicherung zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung, so dass die Präventionsangebote deutlic...
Krankenkassen: 2011 rund 60 Millionen Mehrausgaben für Arzneimittel Das Arzneimittelvolumen der in Deutschland niedergelassenen Ärzte für GKV-Patienten soll im kommenden Jahr um 60 Millionen Euro oder 0,2 Prozent steigen. Auf diese Mehrausgaben haben sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung geeinigt. In den Rahmenvorgaben für 2011 wird ein Gesamtfinanzvolumen für Arzneimittel in Höhe von etwa 30 Milliarden Euro vorgesehen. Insgesamt vier Milliarden Euro stehen für die Verordnung von Heilmitteln wie Ergotherapie, Logopädie und Krankengymnastik zur Verfügung. Auch hier steigen die Ausgaben um 60 Millionen Euro oder 1,5 Prozent. Des...
Pleite der Göttinger Gruppe jetzt amtlich Am Donnerstagnachmittag wurde über das Vermögen der Securenta AG vom Amtsgericht in Göttingen das Insolvenzverfahren eröffnet. Damit ist die Pleite der Göttinger Gruppe amtlich. Zum Insolvenzverwalter wurde der Hamburger Steuerberater Peter Knöpfel ernannt. Knöpfel war vom Gereicht bereits vor einigen Wochen als vorläufiger Zwangsverwalter eingesetzt worden, nachdem ein Anleger den Insolvenzantrag gestellt hatte. Das dann erstelle Abschlussgutachten des Insolvenzverwalters ergab, das der Erüffnungsgrund wegen Zahlungsunfähigkeit geben sei und zumindest genug Geld für die Deckung der Verfahre...
Versicherungen müssen nur für Wiederaufbau von WTC zahlen Silverstein Properties, die nur wenige Wochen vor den Anschlägen am 11. September 2001 das World Trade Center für 99 Jahre gepachtet hat, verlangte von den Versicherungen nicht nur die Zahlung der Leistungen, die für den Wiederaufbau nötig sind, sondern zudem noch etwa 700 Millionen Dollar zusätzlich. Dieser Betrag sollte nach Angaben des Pächters dafür verwendet werden, das neue World Trade Center sicherer und moderner zu machen. Die zuständigen Versicherungen, zu denen auch Tochtergesellschaften der Zurich Financial Services, Allianz und Swiss Re gehören, weigerten sich, diese zusätzlichen ...
Bundesrat stimmt Gesundheitsreform zu Vor zwei Wochen wurde die Gesundheitsreform vom Bundestag verabschiedet. Heute hat auch der Bundesrat der Reform zugestimmt und damit ist die letzte Hürde genommen. Die Gesundheitsreform wird am 01.04.2007 in Kraft treten. Redner von Union uns SPD begrüßten die Entscheidung des Bundestages. Die Gesundheitsreform hat in den vergangenen Monaten zu vielen Diskussionen in der Koalition geführt und diese an den Rand des Scheiterns gebracht. Aufgrund der vielen notwendigen Kompromisse, die gefunden werden mussten, steht die Reform insbesondere bei der Opposition stark in der Kritik. Experten sind ...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *