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Für umweltbewusste Anleger klingen geschlossene Ökofonds durchaus attraktiv. Sie investieren in Biogasanlagen, Wind-, Wasserkraft- und Solaranlagen und profitieren von den staatlich garantierten Einspeisevergütungen. Wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest jedoch ergeben hat, ist das Risiko für Anleger jedoch oft viel zu hoch und deshalb wurden fast alle der 24 getesteten geschlossenen Ökofonds mit „mangelhaft“ bewertet.

Von den 24 geschlossenen Ökofonds im Test wurden überhaupt nur 10 einer Detailprüfung unterzogen, die übrigen 14 fielen wegen ihres großen Anlegerrisikos schon in der Vorprüfung durch. Doch auch die 10 im Detail geprüften Produkte sind nicht empfehlenswert, nur zwei Fonds erhielten die Note „ausreichend“, der Rest war „mangelhaft“. Kritisiert wird unter anderem, dass die Prognosen der Anbieter viel zu optimistisch ausfallen. Die Liquiditätsrücklagen, Instandhaltungskosten und Kosten für Anschlusskredite seien viel zu niedrig angesetzt, heißt es dort. Außerdem sehen alle geprüften Fonds eine hohe Fremdkapitalaufnahme (knapp 60% bis rund 86%) vor, was ein hohes Risiko für die Anleger bedeutet.

Die Stiftung Warentest rät deshalb, nur dann in langjährige geschlossene Ökofonds zu investieren, wenn ausreichend Vermögen da ist. Aber auch dann sollten nur maximal 5% des Vermögens in Ökofonds investiert werden. Verbraucher sollten sich zudem nicht auf die Werbeaussagen und angekündigten Renditehöhen verlassen. Als Alternativen zu geschlossenen Ökofonds empfiehlt die Stiftung Warentest regionale Bürgerbeteiligungen an Wind-, Solar- und Biogasanlagen oder andere ethisch-ökologische Geldanlagen.

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