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Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV-Bund) mitteilte, brauchen immer mehr Arbeitnehmer eine Reha-Therapie. Seit 2005 ist die Zahl der Reha-Therapien von 880.000 auf 1,1 Millionen gestiegen, das entspricht einem Anstieg von knapp 25%. Insbesondere die Rehabilitationen, die wegen psychischer Störungen benötigt werden, haben massiv zugenommen.

Die DRV-Bund führt die Zunahme der Reha-Therapien auf mehrere Gründe zurück. In erster Linie liege es daran, dass die geburtenstarken Jahrgänge mittlerweile in einem Alter sind, in denen ein steigender Rehabilitationsbedarf besteht. Zum anderen führe der Einstieg in die Rente mit 67 zu einer höheren Erwerbsquote älterer Menschen. Hinzu kommt, dass es kaum noch möglich ist, ohne finanzielle Verluste die Altersrente frühzeitig in Anspruch zu nehmen. All das hat einen höheren Reha-Bedarf zur Folge, der auch in den kommenden Jahren weiter steigen wird, prognostiziert die DRV-Bund.

Laut der „Süddeutschen Zeitung“ liegt das Durchschnittsalter eines Reha-Patienten bei 50 Jahren. Im Mittel dauert eine Reha-Therapie 29 Tage und kostet 3.600 Euro. Seit 1997 ist das Budget für die Ausgaben für Reha-Maßnahmen gedeckelt. Wie hoch es ist, hängt von den Bruttolöhnen der Arbeitnehmer ab. 2012 betrug das Budget knapp 5,7 Milliarden Euro, die Ausgaben waren allerdings um 12 Millionen Euro höher. Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK fordert eine Abschaffung der Deckelung, um eine uneingeschränkte Förderung von Rehabilitationsmaßnahmen zu ermöglichen.

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