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Zum ersten Mal seit dem Start der Riester-Rente ist die Zahl der staatlich geförderten Verträge zurückgegangen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, wurden im Bundesarbeitsministerium im ersten Quartal 2013 rund 15,65 Millionen Verträge registriert, das sind 27.000 weniger als Ende 2012. Im Einzelnen hat sich zwar die Zahl der Banksparpläne und der Wohn-Riester-Verträge zusammen um 40.000 erhöht, gleichzeitig sind jedoch die Versicherungen um 31.000 und die geförderten Fondssparpläne um 36.000 Verträge zurückgegangen. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte die Entwicklung mit einer gewissen Sättigung des Marktes.

Doch es gibt noch andere Gründe für den schrumpfenden Absatz von Riester-Verträgen. So führt eine Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) das schleppende Neugeschäft auf die Verunsicherung der Menschen zurück, die durch die anhaltende Finanzmarktkrise ausgelöst wurde. Ein weiterer Grund ist, dass die Riester-Rente immer wieder kritisiert und ihr vorgeworfen wird, dass sie sich nicht lohne.

Angesichts der sinkenden Zahl von Riester-Verträgen hat DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach gefordert, die Riester-Rente „grundsätzlich auf den Prüfstand“ zu stellen. Die Riester-Rente sei kein wirksames Instrument gegen Altersarmut, weil drei Viertel der Geringverdiener, also der Menschen, die am stärksten von Altersarmut bedroht sind, sich keine Riester-Rente leisten könnten, kritisiert Buntenbach.

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