Gravierende Mängel bei der Beratung zur Geldanlage » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Finanzen > Gravierende Mängel bei der Beratung zur Geldanlage

Um die Bankkunden vor einer falschen Anlageberatung zu schützen, müssen die Banken seit drei Jahren ihren Kunden Beratungsprotokolle aushändigen und zu den besprochenen Produkten Informationsblätter ausgeben. Im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv untersuchte das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) nun schon zum vierten Mal, ob diese Vorgaben inzwischen gut umgesetzt werden. Dazu wurde die Qualität der Beratungen von Filialbanken im Bereich Geldanlage genauer unter die Lupe genommen.

Auch wenn die Banken insgesamt ein gutes Ergebnis für ihre Beratungen erzielt haben, deckte die Untersuchung noch immer gravierende Mängel bei den Beratungsprotokollen auf. So wurden in jedem sechsten Beratungsgespräch die oben genannten gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllt. Außerdem wurde in fast jedem dritten Gespräch verlangt, dass die Kunden das Beratungsprotokoll unterschreiben sollen, was gar nicht erforderlich ist. Im Gegenteil: DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer weist darauf hin, dass eine solche Unterschrift „unter Verbrauchergesichtspunkten negativ einzuordnen“ ist, „da damit die Position des Kunden im Streitfall geschwächt werden kann“.

Auch bei der Analyse der finanziellen Situation und der Berücksichtigung der Kundenwünsche gibt es nach wie vor Verbesserungsbedarf. Die Banken müssten viel mehr nach laufenden Darlehen, Vorsorgeaufwendungen, weiteren Einkünften oder Plänen der Kunden fragen, so Hamer.

Insgesamt konnte sich die Sparda-Bank Berlin als „Testsieger Beratung Geldanlage 2013“ durchsetzen, gefolgt von der Sparda-Bank München und der Hamburger Volksbank. Die HypoVereinsbank erreichte Platz 4.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Kreditkarten Test 2011 von Stiftung Warentest Kreditkarten dienen längst nicht mehr nur dem Bezahlen und Geldabheben. Die Mehrzahl der Herausgeber von Gold- und Premiumkarten offerieren auch verschiedene Zusatzleistungen, mit denen sie sich beispielsweise in Form von Versicherungen an Reisende richten. Die Stiftung Warentest hat diese Kreditkarten genauer unter die Lupe genommen und geprüft, ob sie sich für den Karteninhaber rechnen. Kreditkarten dieser Art schlagen mit jährlichen Kosten von 50 bis 80 Euro zu Buche. Finanztest hat im aktuellen Kreditkarten Test insgesamt 42 Angebote von 20 Herausgebern auf den Prüfstand gestellt. Die Tes...
Zahl der Darlehen für Hartz-IV-Empfänger auf Rekordniveau Die Zahl der Notkredite, die von Hartz-IV-Empfängern bei ihren Jobcentern beantragt werden, nehmen immer zu und erreichten im letzten Jahr einen neuen Rekordstand. Die Bundesagentur für Arbeit bestätigte einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Demnach wurden 2011 monatlich 18.400 Kredite beantragt und in diesem Jahr gingen bis Ende Februar schon rund 17.600 zinslose Darlehensanträge für Hartz-IV-Empfänger ein. Im Jahr 2010 waren es noch 15.300, im Jahr 2007 nur 9.800, berichtet "Spiegel Online". Insgesamt betrug die gewährte Kreditsumme im letzten Jahr insgesamt 5 Millionen Euro pro Monat, 2010 ware...
Aktuell sicherste Geldanlage: Tagesanleihe des Bundes Die derzeit wohl sicherste Geldanlage ist nach Einschätzung von Max Herbst von der unabhängigen FMH-Finanzberatung die Tagesanleihe des Bundes. Der Haken bei dieser sicheren Anlageform: Die Zinsen sind sehr niedrig, ändern sich allerdings täglich. Als "Tagesanleihe des Bundes" wird ein Bundeswertpapier mit einer Anlage von mindestens 50 Euro und maximal 250.000 Euro bezeichnet. Weil die Bundesanleihen als sehr sicher gelten, kaufen derzeit viele Großanleger, was dazu führt, das der Zinssatz sinkt. Anfang November lag er bei 0,79%. Herbst empfiehlt Privatanlegern, auf das Verhalten von Großinv...
Urteil: Kein Abtretungsausschluss für Kreditforderungen Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt darf ene Bank Forderungen aus einem Darlehen auch an eine "Nicht-Bank" abtreten (Az.: 3 U 11/10). Mit dem Urteil wies das Gericht die Klage eines Bankkunden ab, der dagegen geklagt hatte, dass seine Bank eine Kreditforderung an eine Nicht-Bank abgetreten hatte. Dafür hätte es seiner Meinung nach seiner Zustimmung bedurft. Das OLG stimmte dem jedoch nicht zu, für eine derartige Abtretung müsse nicht die Zustimmung des Kunden eingeholt werden, da hierfür keine rechtliche Grundlage vorliege. Ein sogenannter Abtretungsausschluss ergebe sich...
Anleger vertrauen Zeitungen immer noch mehr als dem Internet Eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest, die im Auftrag der DZ Bank durchgeführt wurde, ergab, dass sich die Deutschen beim Thema Geldanlage weniger auf das Internet verlassen als in anderen Lebensbereichen. Während 71% der 1072 Befragten Online-Ratschläge zu Büchern, 67% zu Urlaub und 65% zu Elektronikartikeln befolgen, verlassen sich nur 15% auf Anlage-Tipps aus dem Internet und 19% vertrauen den Online-Tipps zum Thema Versicherungen. Der Umfrage zufolge informieren sich die meisten Deutschen immer noch über die Tageszeitung oder die Hausbank über Anlagemöglichkeiten und sprechen dies...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)