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Die Allianz als mit Abstand größter deutscher Lebensversicherer will in Kürze eine neue Form der Lebensversicherung anbieten, bei der nur noch die eingezahlte Summe und eine Mindestrente garantiert werden. Eine Zinsgarantie soll es nicht geben. Mit diesem Modell soll laut Allianz eine Win-Win-Situation erreicht werden.

Der Vorteil für den Konzern: Ohne lebenslange Zinsgarantien wird die Lebensversicherung für den Versicherer nicht mehr so teuer und es muss weniger Risikokapital eingesetzt werden. Der Vorteil für die Kunden: Sie erhalten höhere Renditen und durch den geringeren Risikokapitaleinsatz höhere Überschussbeteiligungen. Für Allianz-Finanzvorstand Dieter Wemmer ist dies eine klassische Win-Win-Situation.

Bei der neuen Lebensversicherung besteht die Laufzeit aus zwei Phasen: der Ansparphase und der Rentenphase. In der Ansparphase gibt die Allianz eine Garantie auf das von dem Kunden eingezahlte Kapital sowie eine Mindestrente. Zu Beginn der Rentenphase erhält der Kunde einen Bonus und die Garantie wird neu berechnet. Für diese Neuberechnung wird dann das aktuelle Zinsniveau zugrundegelegt. Neumann zufolge ist das Geld der Versicherten in diesem Modell unempfindlicher gegenüber stark schwankenden Zinsen.

Die neue Produktlinie namens „Perspektive“ soll Anfang Juli offiziell präsentiert werden und Kunden ansprechen, denen ein Garantiezins von 1,75% zu wenig ist. Zum Vergleich: In den 90er Jahren lag der Garantiezins bei 4%. Allianz-Vorstand Alf Neumann räumte gegenüber dem „Handelsblatt“ ein, dass die klassischen Altersvorsorgeprodukte nach Abzug aller Kosten nur eine garantierte Rente von etwa 1% bieten, was für einige Kunden zu wenig ist für den Aufwand einer Lebensversicherung. Die Idee ist nicht neu, Konkurrent Ergo hatte bereits Anfang Juni mit der „Ergo Rente Garantie“ ein Versicherungsmodell vorgestellt, bei dem nur der Erhalt des eingezahlten Kapitals garantiert wird, die Zinsen jedoch flexibel bleiben.

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