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Medienberichten zufolge liegt fast jede zweite Rente in Deutschland unter 700 Euro und fällt damit geringer aus als die Grundsicherung. Wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund bestätigt, erhielten im letzten Jahr 48,2% aller Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrentner weniger als im Rahmen der Grundsicherung für ihren Lebensunterhalt vorgesehen ist. Bei den Neurentnern liegt die Zahl der Rentner, auf die dies zutrifft sogar bei knapp 55%. Dass viele Renten weniger als 700 Euro betragen liegt laut DRV daran, dass viele Versicherte wie Selbstständige oder Hausfrauen nur kurz in die Rentenkassen einzahlen.Tatsächlich liegt der Anteil der Altersrentnerinnen mit einer Rente von unter 700 Euro im Westen bei 73%, bei Erwerbsunfähigkeit bei 57,25% (West) bzw. 69,2% (Ost).

Allerdings betont die DRV, dass die Rentenhöhe alleine „keine Auskunft über die Einkommenslage von Rentnerhaushalten geben“ könne, denn bislang seien nur 2% der Altersrentner tatsächlich auf zusätzliche Grundsicherung angewiesen. Vielmehr verdienen sich zunehmen mehr Rentner etwas dazu, um ihre Rente aufzustocken. Das geht auch aus dem Alterssicherungsbericht 2012 der Bundesregierung hervor, laut dem geringe Renten durch das Einkommen des Ehepartners oder anderen Sicherungssystemen aufgestockt werden.

Auch Karl Schiewerling (CDU), arbeits- und sozialpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sieht in den aktuellen Zahlen „kein Indiz für wachsende Altersarmut“, da zu der gesetzlichen Rente häufig noch Betriebsrenten, Pensionen oder andere Einkünfte z.B. aus Vermietung/Verpachtung oder aus Lebensversicherungen hinzukommen. Der Bundesagentur für Arbeit zufolge gab es im Herbst 2012 etwa 812.000 Minijobber im Alter von 65 Jahren oder mehr, über 128.000 von ihnen waren sogar älter als 74 Jahre, heißt es in der Chemnitzer „Freien Presse“. Zum Vergleich: Ende 2003 waren 595.433 Senioren als Minijobber angemeldet.

 

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Von Melanie (Insgesamt 1903 News)