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Schimmel an den Wänden, falsch berechnete Nebenkosten oder ein Streit im Treppenhaus – Es gibt viele Gründe, warum ein Streit mit dem Vermieter vor Gericht enden kann. Wir sagen Ihnen, warum es sich als Mieter lohnt, über eine Rechtsschutzversicherung nachzudenken.


Mietverhältnis mit Konfliktpotenzial

Leider steht es mit dem Verhältnis von Mietern und Vermietern nicht immer zum Besten. Streitpunkte wie Erhöhungen der Miete, Kinderlärm, Haustiere, Mängel in der Wohnung oder Kündigungsfristen sorgen für viel Konfliktpotenzial. Nicht selten findet man sich am Ende vor Gericht wieder. Statistiken zufolge finden deutschlandweit allein im Bereich des Mietrechts jährlich über 250.000 Prozesse statt. Wer in so einem Streitfall rechtzeitig eine Rechtsschutzversicherung für Mieter abgeschlossen hat, der kann sich glücklich schätzen. Sie sorgt dafür, dass die Wahrung des eigenen Rechts nicht an der Höhe der Kosten scheitern muss.

Jede zweite Betriebskostenabrechnung ist fehlerhaft

Angesichts kontinuierlich steigender Preise sorgen seit einigen Jahren besonders Betriebskostenabrechnungen für erhöhtes Konfliktpotenzial. Nach Angaben des Deutschen Mieterschutzbundes ist etwa die Hälfte aller Abrechnungen fehlerhaft – entweder, weil die Abrechnungen nicht fristgerecht bei den Mietern eintreffen oder weil sich der Vermieter bei der Umlage von Kosten wie Wasser, Müllentsorgung und Straßenreinigung schlicht verrechnet. In vielen Fällen werden die Kosten für Vorauszahlungen sogar um ein Vielfaches zu hoch angesetzt.

Gerade in diesen Fällen macht sich eine Rechtsschutzversicherung für Mieter bezahlt. Die Versicherung können Sie jedoch nicht nur bei Streitigkeiten mit dem Vermieter in Anspruch nehmen. Sie hilft Ihnen auch, Ihr Recht im Falle etwaiger Nachbarschaftsstreitigkeiten durchzusetzen. Auseinandersetzungen um Lärm- und Geruchsbelästigung, Schadenersatzforderungen oder der berühmte Konflikt um den Maschendrahtzaun gehören in Deutschland leider mittlerweile zum Alltag.

Was leistet der Mieterrechtsschutz?

Im Regelfall werden von der Rechtsschutzversicherung all die Kosten, die im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit entstehen, auch übernommen. Neben den Honoraren für die Anwälte und den Gerichtskosten werden zusätzlich die Anwalts- und Gerichtskosten der Gegenseite getragen. Die Rechtsschutzversicherung übernimmt zudem auch eventuell anfallende Kosten für gerichtlich angeordnete Gutachten. Dabei bestimmt die Höhe der Versicherungssumme darüber, in welchem finanziellen Rahmen sich die Höhe der Kostenübernahme bewegt. Um zu gewährleisten, dass eine volle Kostenübernahme garantiert ist, ist es ratsam, mit dem Anbieter bereits bei Vertragsabschluss eine ausreichend hohe Versicherungssumme zu vereinbaren.

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Von Mario (Insgesamt 372 News)

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