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Insgesamt 12 gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) zahlen ihren Mitgliedern für das aktuelle Jahr Prämien aus, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dies ist der Fall, wenn die Mitglieder bereits seit einem bestimmten Zeitraum oder zu einem bestimmten Stichtag bei der Krankenkasse versichert sind. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) haben z.B. alle Mitglieder, die zwischen dem 1. Mai und 31. Dezember 2013 bei ihr versichert sind, Anspruch auf die volle Prämie von 80 Euro. Je nach Krankenkasse liegt die Prämie zwischen 30 und 120 Euro.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass in vielen Fällen auch Neukunden die Prämie erhalten können, wenn sie zu einem bestimmten Zeitpunkt Mitglied der Kasse werden. Allerdings sollte man nicht alleine wegen dieser Auszahlung die Krankenversicherung wechseln, warnen die Experten. Ein Wechsel sollte stets gut überlegt sein, insbesondere wenn man mit seiner Krankenkasse zufrieden ist, und von anderen Kriterien als der Prämie abhängig gemacht werden. Ein wichtiges Kriterium sind die Zusatzleistungen, die von der Kasse angeboten werden und bei denen es große Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungen gibt. So übernehmen manche, aber nicht alle Krankenkassen, die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung bei dem Zahnarzt der Wahl, alternative Heilmethoden oder bestimmte Leistungen in der häuslichen Krankenpflege.

Aus einer Auflistung der Stiftung Warentest geht hervor, dass folgende Krankenkassen ihren Mitgliedern Prämien auszahlen: Atlas BKK Ahlmann (bis 120 Euro), BKK ATU (bis 30 Euro), BKK Akzo Nobel-Bayern (bis 60 Euro), BKK der Thüringer Energievers. (bis 60 Euro), BKK firmus (bis 120 Euro), BKK Wirtschaft & Finanzen (bis 72 Euro), BIG direkt (bis 100 Euro), G & V BKK (bis 120 Euro), HEK (bis 75 Euro), hkk (bis 100 Euro), IKK gesund plus (bis 75 Euro) und TK (bis 80 Euro).

Anfang des Monats berichtete das Magazin „Focus“, dass eine eigene Umfrage ergeben hat, dass sogar 134 Krankenkassen planen, ihren Mitgliedern eine Prämie auszuzahlen. Die Millionen Mitglieder, die hiervon betroffen sind, können sich auch aus anderen Gründen freuen: Zum einen verlangt keine Krankenkasse mehr einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern – zum ersten Mal seit Einführung des Gesundheitsfonds im Jahr 2009. Zum anderen wird das Leistungsangebot der GKV zunehmend erweitert. Als Beispiele nennt „Focus“ Zuschüsse für ostheopathischen Behandlungen, professionelle Zahnreinigung, künstliche Befruchtung, Knochendichtemessung, Mammographie und andere Vorsorgeleistungen. Neu ist außerdem auch, dass immer mehr – wenn auch bislang eher kleinere – Krankenkassen wieder Zuschüsse für Brillen zahlen. Laut „Focus“ zahlen Anbieter wie die BKK Euregio oder die BKK S+H schon jetzt Zuschüsse für die neue Brille in Höhe von 30-200 Euro.

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