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Wer bislang in einem Geschäft mit EC- oder Kreditkarte bezahlen wollte, der musste dafür seine Karte in ein Lesegerät stecken. Seit kurzem gibt es im Großraum Hannover ein Pilotprojekt der Sparkassen, in dem das kontaktlose Bezahlen mit getestet wird. Wie die Stiftung Warentest berichtet, soll das Projekt nun auf das Rhein-Main- und Rhein-Ruhr-Gebiet sowie Hamburg ausgeweitet werden.

Cornelia Schulz, Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), erklärt den Vorteil, den man sich vom kontaktlosen Bezahlen mit der EC- oder Kreditkarte erhofft: Wenn man die Karte nur noch vor ein Lesegerät halten muss, anstatt sie in einzustecken, dauert der Bezahlvorgang sehr viel kürzer, nämlich „weniger als eine Sekunde“.

Wie funktioniert das kontaktlose Bezahlen überhaupt? Hierbei ist die Karte mit einem kleinen goldfarbenen Chip mit der sogenannten NFC-Technologie ausgestattet, der die für die Zahlung benötigten Daten mittels einer Mini-Antenne per Funk überträgt. Diese Daten können nur von speziellen Lesegeräten empfangen und entschlüsselt werden. Bislang sind noch nicht alle Karten für das kontaktlose Bezahlen geeignet, im Rahmen des Pilotprojekts im Großraum Hannover wurden jedoch bereits 1,2 Millionen Karten mit diesem Chip an die Kunden ausgegeben. Diese werden von 8 Großhändlern und 50 Einzelhändlern mit 400 Filialen (z.B. Edeka, dm, McDonald’s, Esso, Thalia, Christ) als Zahlungsmittel akzeptiert. Die kontaktlose Zahlart funktioniert nur mit Hilfe von aufgeladenem Guthaben (max. 200 Euro) und bis zu einem Betrag von 20 Euro, für höhere Summen muss die Karte wie gehabt in das Lesegerät eingesteckt und die Zahlung muss mit PIN oder Unterschrift bestätigt werden. Die aktuelle Bilanz des Projekts, das im April 2012 unter dem Namen Girogo gestartet ist, lautet: Erwartungen erfüllt.

Neben den Sparkassen testen auch die Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa die neue Technik. Bei Visa heißt das kontaktlose Bezahlen „Paywave“ und ist bereits auf der ganzen Welt im Einsatz. In Deutschland werden die Karten von star-Tankstellen und Taxi Frankfurt am Main akzeptiert. Die Bezahlung erfolgt ab einer Summe von mehr als 25 Euro mit PIN oder Unterschrift. Die von Mastercard angebotene kontaktlose Bezahlform namens „Paypass“ wird weltweit bis zu einer Summe von 25 Euro angeboten, das Aufladen eines entsprechenden Guthabens ist nicht erforderlich. Bei höheren Summen muss für das kontaktlose Bezahlen der PIN oder die Unterschrift den Bezahlvorgang bestätigen. Hierzulande werden die Karten u.a. von der Douglas-Gruppe, Aral und der Galerie Lafayette (Berlin) akzeptiert.

Die Stiftung Warentest bewertet das kontaktlose Bezahlen als ähnlich sicher wie das herkömmliche Bezahlen per Kreditkarte. Deshalb können die Kunden die neue Zahlungsweise ruhig mal ausprobieren – bei den Händlern, bei denen dies bislang möglich ist. Aber auch in anderen Geschäften können die neuen Karten genutzt werden, dann eben auf herkömmliche Art, nämlich mit dem Einstecken ins Lesegerät.

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