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Angesichts der Rentenlücke, die von der gesetzlichen Rente bei weitem nicht gedeckt werden kann, wird die private Altersvorsorge zunehmend wichtiger. Doch obwohl es eine große Auswahl verschiedener Vorsorgemöglichkeiten gibt, verfügt fast jeder dritte Deutsche nicht über eine private Altersvorsorge. Das ergab eine Studie der Targo-Versicherung, von der die „Wirtschaftswoche“ berichtete. An der Online-Umfrage, die von dem Institut innofact durchgeführt wurde, nahmen 1.254 Bürger teil, die bei den Vorsorgeformen mehreren Antworten zustimmen konnten.

Konkret gaben 32,2% der Befragten an, privat nicht für ihr Alter vorzusorgen, 57,1% von ihnen begründeten dies damit, dass sie hierfür keine finanziellen Mittel hätten. Von den Befragten, die eine private Altersvorsorge haben, haben sich 38,7% für eine private Rentenversicherung (z.B. Riester- oder Rürup-Rente) entschieden, 28,1% besitzen eine Lebensversicherung, 19% ein Sparkonto und 13,2% ein Festgeldkonto, das für die private Altersvorsorge vorgesehen ist. Darüber hinaus gab es auch Bürger, die ihre Altersvorsorge mit Hilfe von Fondssparplänen (10,3%), Investmentfonds (9,8%) oder Aktien (9%) absichern wollen.

Die Problematik der zu geringen Rente ist den Deutschen nur zu bewusst, auch wenn sich die Sorge um die gesetzliche Rente und den Lebensstandard im Alter in den einzelnen Berufsgruppen unterschiedlich stark äußert. Die aktuelle DGB-Studie „Gute Arbeit 2012“ hat ergeben: Am kritischsten sehen es die Beschäftigten in der Reinigungs- und Entsorgungsbranche, in der 66% der Befragten der Meinung sind, dass ihre gesetzliche Rente nicht ausreichen wird, um ihren Lebensstandard zu halten. Auch im Einzelhandel (58%), der Lager-, Warenprüfung- und Versandbranche (52%), dem Hotel-, Gaststätten- und Hauswirtschaftsbereich (49%) und im Gesundheitsdienst (46%) ist die Rentenangst weit verbreitet. Über die einzelnen Berufsgruppen hinweg glauben 38% der deutschen Arbeitnehmer nicht, dass ihre gesetzliche Rente reicht, in der Altersgruppe der 25- bis 35% sind es sogar 51%.

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