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Nachdem die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den vergangenen beiden Jahren in erster Linie aufgrund des unerwartet starken wirtschaftlichen Aufschwungs rückläufig war, rechnen die meisten Experten für das Jahr 2013 damit, dass wieder mehr Unternehmen Zahlungsunfähigkeit anmelden müssen.

Bei einer Umfrage der renommierten Wirtschaftsberatungsfirma Ernst & Young unter 126 Insolvenz- und Restrukturierungsberatern, Bankmanagern, Insolvenzverwaltern und Investoren zeigte sich die Mehrheit mit Blick auf die nahe Zukunft eher skeptisch. So erklärten 77 Prozent der Befragten, dass aus ihrer Sicht im Jahr 2013 wieder mehr Unternehmensinsolvenzen verzeichnet werden müssen, wobei knapp 40 Prozent besonders auf die Schifffahrtsbranche und 25 Prozent auf die Automobilzulieferer schwere Zeiten zukommen sehen.

Bei den Privatinsolvenzen ist derweil damit zu rechen, dass es 2013 zu keinen signifikanten Änderungen kommt. Nach einem sprunghaften Anstieg der Privatinsolvenzen zwischen 2000 und 2006 von 14.024 auf 127.293 Fälle ist das Niveau seitdem von Schwankungen im einstelligen Prozentbereich abgesehen einigermaßen konstant.

Die absoluten Zahlen der Privatinsolvenzen sind somit weiter erschreckend hoch. Dabei gäbe es genügend Möglichkeiten, mit denen man eine Insolvenz vermeiden könnte, wenn man rechtzeitig den Ernst der Lage erkennt und beginnt gegenzusteuern. Findet man selbst keinen Ausweg aus der Verschuldung und wird der Schuldenberg immer größer anstatt kleiner, sollte man nicht länger zögern und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Mittlerweile gibt es bundesweit zahlreiche Anwälte und andere Berater, die sich auf Insolvenzen spezialisiert haben und mit ihrem Know-How vielleicht noch das Schlimmste verhindern können. Klar ist aber natürlich auch, dass diese Experten zwar manch verfahrene Situation retten, aber beileibe auch nicht jeden Karren aus dem Dreck ziehen können.

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Expertenmeinung: Zahl der Insolvenzen steigt wieder an
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Von Mario (Insgesamt 372 News)

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