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Die Deutschen haben immer weniger Vertrauen in Lebensversicherungen. Nach einer aktuellen Emnid-Umfrage, die im Auftrag der „Bild am Sonntag“ durchgeführt wurde, würden nur noch 29% der Befragten auch heute noch eine Lebensversicherung abschließen, während 69% dies nicht mehr tun würden. Vermutlich hängt diese Entscheidung auch damit zusammen, dass 66% nicht daran glauben, dass die Versicherungsunternehmen die zugesagten Leistungen auch tatsächlich auszahlen. Nur 23% sind davon überzeugt, dass die Auszahlung in voller Höhe ausgeführt wird.

In der Tat wird es immer schwerer für die Versicherungen, gute Renditen zu erwirtschaften, die an die Kunden weitergegeben werden. Eine Sprecherin der Talanx AG, zu der auch die HDI Leben und die Targo Leben gehört, machte hierfür gegenüber der „Bild am Sonntag“ die „politisch gewollte Niedrigzinspolitik zur Sanierung von Banken und Staatshaushalten“ verantwortlich, die letztlich „auf dem Rücken der Menschen ausgetragen [wird] , die sich selbstverantwortlich um ihre Altersvorsorge kümmern“.

Dem Bericht zufolge soll selbst das Bundesfinanzministerium nicht mehr ausschließen, dass einzelne Lebensversicherer zukünftig in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Demnach sollen bereits einige Anbieter mit dem Gedanken spielen, bei der Finanzaufsicht BaFin die zeitweise Aussetzung des Garantiezinses zu beantragen, der aktuell zwischen 1,75% und 5,22% liegt.

Von 90 befragten Lebensversicherern sicherten jedoch in einer Umfrage der „Bild am Sonntag“ 74 Unternehmen den Garantiezins von 1,75% bis Ende des Jahres 2018 zu. Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bezeichnet „die Meldung, dass immer mehr Lebensversicherer den Garantiezins nicht mehr in voller Höhe zahlen können“ als falsch und betont, dass die deutsche Lebensversicherung sicher sei. Zwar stelen die anhaltenden Niedrigzinsen „eine große Herausforderung“ dar, aber es bestehe kein Grund für „Alarmismus“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

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