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Für die Versicherungsnehmer wird die private Krankenversicherung immer teurer. Verantwortlich dafür ist das weiterhin niedrige Zinsniveau am Kapitalmarkt.

Ein Ende der Preiserhöhungen scheint jedoch weiter nicht in Sicht zu sein, sodass auch der Wechsel private Krankenversicherung an Beliebtheit verliert. In den kommenden Monaten müssen sich die Mitglieder der PKV sogar auf weitere Preiserhöhungen einstellen. Die Versicherer in Deutschland werden durch das niedrige Zinsniveau zu Preiserhöhungen gezwungen. Vor den Aufschlägen werden nicht einmal Bestandskunden bewahrt bleiben.

Da die steigende Beiträge zusehends zur Kostenfalle werden, sollten sich betroffene Mitglieder rechtzeitig über neue Anbieter und Tarife informieren. Dies ist beispielsweise über das Portal PKV Kompass möglich. Es liefert einen Überblick über die unterschiedlichen Tarife und Versicherer und versucht damit die Entscheidung für ein günstigeres Angebot zu erleichtern.

Neukunden müssen in der privaten Krankenversicherung mit Aufschlägen von bis zu 10 Prozent rechnen. Dabei sollen auch bestehende Verträge später von den Aufschlägen nicht mehr befreit sein. Nach Berichten der Financial Times Deutschland sollen sich die Tarife für Neukunden ab Dezember bereits um vier bis zehn Prozent verteuern. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich bei der privaten Pflegeversicherung. Bei ihr müssen Kunden mit Kostenaufschlägen von 20 Prozent rechnen. Die Versicherer werden zum gleichen Zeitpunkt in Deutschland die geschlechtsneutralen Tarife einführen.

Die massiven Tariferhöhungen sind vor allem dem niedrigen Zinsniveau am Kapitalmarkt geschuldet. Mit Blick auf die Versicherungsbeträge gibt es den Rechnungszins. Bei diesem handelt es sich um eine Untergrenze, die bei vielen Gesellschaften auf 3,5 Prozent notiert wurde. Zu diesem Prozentsatz wird das angesparte Geld der Kunden verzinst. Reduziert sich der Zinssatz, müssen von den Versicherungen höhere Beiträge erhoben werden. Nur so können die für das Alter anvisierten Rücklagen erreicht werden.

 

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