Kunden klagen gegen Beitragserhöhungen der PKV » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Krankenversicherung > Kunden klagen gegen Beitragserhöhungen der PKV

„Viele Privatpatienten nehmen die jährlichen Erhöhungen ihrer Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr klaglos hin“, sagt Silke Möhring, Juristin der Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt. Von den Beitragserhöhungen sich am meisten die langjährigen Kunden der Krankenkassen im Alter von 40 bis 50 betroffen. Hier gibt es jährlich zweistellige Steigerungsraten. Gegen diese Erhöhungen wollen sie nun vor Gericht ziehen. Die Chancen dabei mit einem Sieg über die Krankenkassen aus dem Gerichtssaal zu gehen, stehen gar nicht so schlecht. Die Kunden können sogar noch gegen die Erhöhungen aus den Jahren 1995 bis 2004 vorgehen. Für den ersten Schritt wird noch nicht mal ein Rechtsanwalt benötigt. Grund dafür ist eub Urteil des Bundesgerichtshof (BGH / IV ZR 117/02). In diesem Urteil hat der Bundesgerichtshof klar definiert, unter welchen Voraussetzungen Beitragsanpassungen überhaupt¬†erfolgen dürfen. Das ist zum Beispiel¬†nur dann der Fall, wenn die Kosten für eine Versichertengruppe (Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche) signifikant und nachweisbar¬†gestiegen sind.

Im Vorfeld hatte bereits ein Ehemann erfolgreich gegen die Signal Krankenversicherung aus Dortmund geklagt, weil diese die Prämien der Zusatzversicherung (Tarif SG 100 für stationäre Behandlung mit Ein- oder Zweitbettzimmer) sowohl für ihn als auch seine Frau angehoben hatte. Die Kosten der Versicherung seien aber nur für Frauen gestiegen, daher sahen die Richter die Erhöhung beim Mann als unwirksam an.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Kunden klagen gegen Beitragserhöhungen der PKV
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

PKV muss nicht für LASIK-OP zahlen Einer Pressemitteilung der ARAG zufolge muss die private Krankenversicherung nicht die Kosten für eine LASIK-Operation zur Behandlung von Fehlsichtigkeit übernehmen. Das hat nun das Münchner Amtsgericht in einem rechtskräftigen Urteil entschieden (Az.: 112 C 25016/08). Im konkreten Fall ließ ein Mann seine Fehlsichtigkeit mit einer LASIK-OP korrigieren und wollte die Kosten in Höhe 4324 Euro von seiner Krankenversicherung erstattet bekommen. Da es sich bei einer Fehlsichtigkeit weder um eine Krankheit noch um eine medizinisch notwendige Behandlung handele, so die Argumentation der Versicherun...
Raucher und Sportler sollen mehr Krankenkassenbeiträge zahlen. Täglich wird sie deutlicher die Hilflosigkeit unser Politiker bei den Rettungsversuchen in Sachen Gesundheitsreform. Neuste Idee, diesmal von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU), die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sollten deutlich gekürzt werden. So könnten zum Beispiel Raucher dutlich höhere Beiträge zahlen oder Sportunfälle ganz aus dem Leistungskatalog gestrichen werden. "Wir müssen über die Ausgliederung von Leistungen - etwa von Sportunfällen - aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenkassen sprechen", sagte Oettinger der "Bild am Sonntag". Auch für "Risikogruppen wie Ra...
GKV: 1 Milliarde Euro Entlastung durch Generika Im Januar 2009 konnten die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) fast 1 Milliarde Euro durch Generika einsparen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, und Ärzte weiterhin anstatt der teuren Erstanbieterprodukte Generika verordnen, wird 2009 der Einsparrekord von 2008 übertroffen. Im letzten Jahr konnten dadurch 11 Milliarden Euro eingespart werden. Den Angaben des Marktdatenservices Pro Generika zufolge kostete ein Generikum im Januar in der Apotheke im Durchschnitt 18,81 Euro. Ein Erstanbieterprodukt schlug dagegen mit durchschnittlich 43,25 Euro zubuche - das entspricht Mehrkosten in Höhe vo...
Ehemalige Selbstständige müssen bei Hartz-IV in PKV bleiben Nach einem Beschluss des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen in Essen müssen ehemalige Selbstständige, die privat krankenversichert waren, nicht in die gesetzliche Krankenkasse wechseln, wenn sie Hartz-IV-Leistungen erhalten. Das gilt auch, wenn die selbstständige Tätigkeit schon aufgegeben wurde, bevor Arbeitslosengeld II (ALG II) in Anspruch genommen wurde (Az.: L 16 KR 329/10 B ER). Im konkreten Fall hatte ein ehemaliger Selbstständiger wegen Beitragsrückständen 2007 seinen Versicherungsschutz der privaten Krankenversicherung verloren und war danach überhaupt nicht mehr krankenversich...
Krankenkassen wollen Zahnarzt-Rechnungen stärker kontrollieren Die gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) planen zukünftig stärkere Kontrollen für Zahnarzt-Rechnungen. Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbands, erklärte, dass viele Versicherte über zu hohe Kosten klagen und dass man genau überprüfen müsse, "dass es nicht zu überhöhten Rechnungen kommt". Lanz betonte, dass man den Zahnärzten keineswegs Unregelmäßigkeiten oder gar Betrug unterstelle, aber wenn die Gesamtsumme der Rechnung auch den Krankenkassen bekannt sei, "würden die Zahnärzte sich zweinmal überlegen, ob in dem konkreten Fall wirklich eine höhere Rechnung angemessen ist". GKV-Vizevo...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)
Kommentar für “Kunden klagen gegen Beitragserhöhungen der PKV
  1. Ulbrig

    Hallo,

    Wahlschlacht mit Versprechungen hat mehr vorang
    vor überlegten handeln und viele sagen…
    zuvor …war alles komplett falsch ..und die Fehler werden immer größer !

    Anhand der jetzigen Grundlage dreht sich die
    Prämienspirale für PKV Kunden immer schneller !

    Wer hilft ???????????????

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *