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Das Landgericht Saarbrücken hat heute in einem Eilverfahren bestätigt, dass der Internet- Arzneimittel- Händler DocMorris weiterhin seine erste deutsche Filiale in Saarbrücken betreiben darf. Der niederländische Billighändler vertreibt seit geraumer Zeit Medikamente mit Rabatten über das Internet und jetzt auch in Filialen vor Ort.

Ansässige Apotheker und Apothekerin sind durch dieses Vorgehen natürlich gestört und wollten gerichtlich erzwingen, dass DocMorris seine Filiale wieder schließen muss. Das Gericht musste diesem Antrag allerdings abweisen, da mit der in Kürze eintretenden Gesundheitsreform Apotheker, Apothekerinnen und sämtliche Versandhäuser, wie eben auch das des Niederländers, Rabatte auf Tabletten und andere Medikamente anbieten können. Der Apotheker-Verband fürchtet dadurch natürlich, dass die Menschen grundsätzlich nur noch über Versandhäuser ihre Arzneimittel bestellen könnten und somit Arbeitsplätze verloren gingen. Auch eine schlechtere Beratung, da man eben nicht persönlich mit Jemanden redet, steht zur Debatte.

Der erste Versuch vor dem Landgericht Saarbrücken ist wie gesagt fehlgeschlagen, es bleibt abzuwarten, wie sich die Gesundheitsreform in Bezug auf die Arzneimittel und die damit verbundenen Kosten noch auswirken wird.

Eins steht zumindest fest: Bereits 750.000 Menschen vertrauen dem niederländischen Versandhaus von DocMorris, die Tendenz ist steigend. Sollten, wie Experten es abschätzen, wirklich die Festpreise bei Medikamenten fallen, ist der Siegeszug von dort muss wohl nicht mehr aufzuhalten.

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