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Mehr und mehr befinden wir uns auf dem Weg zu einer Art Zweiklassengesellschaft bezüglich des Gesundheitswesens. Die Sprache ist natürlich von der Krankenversicherung, die man entweder auf gesetzlicher Ebene oder auf privater Ebene besitzen kann. Früher war es “ normal“, dass man entweder als Einzelperson oder durch die ganze Familie in der jeweiligen Kasse, und somit gesetzlich, versichert war. Doch durch die neuesten Entwicklungen ändert sich nun Einiges.

Um einige Beispiele zu nennen: Seit einiger Zeit müssen gesetzlich Versicherte, wenn sie den Arzt betreten wollen, Eintritt in Form der Praxisgebühr zahlen. Um die Praxis überhaupt betreten zu können, ist allerdings in den meisten Fällen ein Termin von Nöten. Während Privatversicherte meistens einen sofortigen Termin zugesagt bekommen, müssen gesetzlich Versicherte teils auch Wochen lang warten, bis sie den gewünschten Arzt aufsuchen können. Ähnlich prekär ist die Lage bei der Arzneimittelversorgung. Die Zuzahlungen für die gesetzlich Versicherten werden immer höher, während die Privatversicherten in der Regel das Meiste umsonst bekommen, da es vom Arzt verschrieben ist.

All diese Faktoren spielen zusammen und führen dazu, dass gesetzlich Versicherte in den letzten Wochen und Monaten die Arztbesuche deutlichen reduziert haben und somit ihre Gesundheit in gewisser Form riskieren. Einige Leute versuchen, die medizinische Versorgung so weit zu drosseln, dass sie zumindest von den Kosten her überschaubar bleibt. Experten, und das ist das Schlimme daran, rechnen damit, dass Privatversicherte eine deutlich höhere Lebenserwartung haben, einfach aus dem Grunde, dass sie während ihrer Lebenszeit eine dauerhaft bessere, schnellere und ausgefeiltere medizinische Behandlung genießen.

Doch wollen wir in einem Sozialstaat, wie es Deutschland nun mal ist, wirklich dahin kommen, dass nur noch reiche Menschen ausreichend versorgt werden? Diese Frage möchte ich einfach mal in den Raum stellen und zur Diskussion freigeben.

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Von Jens (Insgesamt 4 News)