Beratung für BU- und Unfallversicherung verbesserungswürdig » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Berufsunfähigkeit > Beratung für BU- und Unfallversicherung verbesserungswürdig

Im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv hat das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) die Beratungskompetenz und die BU- und Unfallversicherungen von 26 Versicherungsunternehmen analysiert. Dabei sollte ermittelt werden, bei wem die Kunden ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis finden und zugleich Top-Service erwarten dürfen.

Die Analyse ergab, dass die Beratung insgesamt stark verbesserungswürdig ist. So erzielten die Versicherer mit Vermittlernetz in Sachen Service nur ein befriedigendes Ergebnis. Die größte Schwäche bei den Beratungen vor Ort war, dass der Kundenbedarf insgesamt nicht umfassend genug analysiert wurde und die finanzielle Situation des Kunden häufig außer Acht gelassen wurde. Außerdem fand nur in gut jeder zehnten Beratung eine aktive und transparente Kostendarstellung statt, berichtet n-tv. DISQ-Chef Markus Hamer empfiehlt Verbrauchern deshalb, immer wachsam zu sein und selbst konkret nach Kosten zu fragen.

Bei der Analyse der Antworten auf E-Mail-Anfragen bei den Filialversicherungen fiel das Ergebnis noch schlechter aus und wurde insgesamt nur als ausreichend bewertet. So dauerten Antworten bei den Filialversicherungen im Durchschnitt länger als bei den Direktversicherungen und auch bei telefonischen Anfragen wurden nicht alle Fragen vollständig beantwortet.

Vor allem bei den Unfallversicherungen zeigte die Produktanalyse, dass es große Preisunterschiede gibt: Der günstigste Anbieter verlangte für ähnliche Leistungen gerade einmal ein Drittel des Preises des teuersten Anbieters.

Im Bereich BU-Versicherung erhielt die AXA von allen analysierten Versicherern mit Vermittlernetz und die Hannoversche von allen Direktanbietern die beste Bewertung für Service und Leistung. Bei der Unfallversicherung konnten die Zurich und Cosmos Direkt am meisten überzeugen. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bei der BU-Versicherung bot die Nürnberger, bei der Unfallversicherung die Europa. Servicesieger der Filialversicherungen wurde die AXA, wobei die Ergo die besten persönlichen Beratungen abhielt.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Kein Versicherungsschutz beim Sport in Seminarwoche Die Stiftung Warentest weist auf ein Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf hin, nachdem die gesetzliche Unfallversicherung keine Unfälle deckt, die bei Freizeitaktitvitäten auf einer Seminarwoche, geschehen (Az.: S 6 U 82/06). Im konkreten Fall ging es um einen Arbeitnehmer, der an einem Seminar teilgenommen hatte und dort in der Freizeit beim Rodeln gestürzt war. Dabei zog er sich erhebliche Verletzungen zu. Diese unterliegen nach Ansicht der Richter jedoch nicht dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Dieser gelte zwar grundsätzlich für die Seminarteilnahme, aber endet mit Beginn der...
Kritik an Unfallversicherungen Viele Bundesbürger haben gleich mehrere Unfallversicherungen z. B. über eine Kreditkarte, eine Reiseversicherung oder über die typische Unfallversicherung als extra Versicherungsvertrag. Die Zeitschrift ‚"Finanztest" hat jetzt Unfallversicherungen getestet und festgestellt, dass viele Unfallversicherungen Ihr Geld nicht wert sind. In Deutschland gibt es ca. 30 Millionen Unfallversicherungsverträge. Von Finanztest wurde das Preis – Leistungsverhältnis untersucht, ebenso unter welchen Bedingungen der Versicherte Geld bekommt. Außerdem wurden die Antragsformulare geprüft. Das Ergebnis...
Regelmäßige Überprüfung der Berufsunfähigkeit ist rechtmäßig Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz darf ein Berufsunfähigkeitsversicherer regelmäßig überprüfen, ob die Berufsunfähigkeit bei einem Leistungsempfänger immer noch besteht und wenn dem nicht so ist, die Zahlungen einstellen. Dem Gericht zufolge entfällt die Zahlungspflicht bei einer Verbesserung des Gesundheitszustandes des Betroffenen oder aber bei dem Erwerb neuer Fähigkeiten, die ihm erlauben, in einem anderen Beruf zu arbeiten (Az.: 10 U 842/07). Im konkrete Fall klagte ein Mann dagegen, dass seine Versicherung seinen Gesundheitszustand überprüft und daraufhin die Zahlungen an...
Berufsunfähigkeitsrente unterliegt nicht immer dem Pfändungsschutz Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes wird die Rente aus einer privaten Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung eines Selbstständigen nicht komplett als "Arbeitseinkommen" anerkannt, so dass für sie kein Pfändungsschutz besteht (AZ: IX ZB 99/05). Dies ist laut Zivilprozessordnung eine Vergünstigung, die nur Arbeitnehmern und Beamten vorbehalten sein soll. Diese Vergünstigung gilt deshalb nicht für Berufsunfähigkeitsversicherungen von Selbständigen. Seit 2007 unterliegen ausdrücklich nur private Altersrenten, nicht aber vorzeitige Renten wegen einer Berufsunfähigkeit dem Pfändungsschutz, ...
Berufsunfähige sind nicht zur Wiederherstellung ihrer Arbeitsfähigkeit verpflichtet Nach einem Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts in Saarbrücken sind Berufsunfähige nicht zur Wiederherstellung ihrer Arbeitsfähigkeit verpflichtet. Demnach muss eine Person mit anerkannter Berufsunfähigkeit nicht zwingend eine ärztliche Behandlung aufnehmen. Es ist jedoch nach Ansicht des Gerichts nicht vertragswidrig, wenn die Versicherung versucht, den Versicherten zu einer Behandlung aufzufordern (Az: 5 W 258/06-78). Im konkreten Fall wurde einem ehemaligen Betriebsprüfer Berufsunfähigkeit anerkannt und auch Leistungen von der Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt. Nachdem zwische...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)