Belehrungen über Zahlungsverzug müssen deutlich sein » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Versicherungen > Belehrungen über Zahlungsverzug müssen deutlich sein

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Naumburg müssen Versicherungen ihre Kunden deutlicher darüber belehren, dass der Versicherungsschutz verloren gehen kann, wenn die Erstprämie nicht fristgerecht bezahlt wird (Az.: 4 U 94/10).

Im konkreten Fall ging es um eine Versicherung, die nicht für die Kosten eines Autounfalls aufkommen wollte, weil der Versicherte die Erstprämie noch nicht bezahlt hatte. Die Versicherung hatte auf Seite 3 des Versicherungsscheins darauf hingewiesen, welche Konsequenzen eine nicht fristgerechte Zahlung der Erstprämie haben kann.

Das OLG sah diesen Hinweis auf der dritten Seite jedoch nicht als ausreichend an und erklärte, dass der Versicherte bereits auf der ersten Seite, also der Vorderseite der Unterlagen, über die Folgen der Nichtzahlung informiert werden muss. Damit diese Klausel wirksam wird, muss sie im Rahmen einer auffälligen, d.h. besonders deutlichen und eindringlichen Form dem Versicherten mitgeteilt werden.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Reiserücktrittversicherung nur bei Neuerkrankung Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt weist darauf hin, dass eine Reiserücktrittsversicherung in der Regel nur dann zahlt, wenn die Reise aufgrund einer Neuerkrankung nicht angetreten werden kann. In den meisten Vertragsbedingungen von Reiserücktrittsversicherungen wird die Leistung bei "vorhersehbaren Erkrankungen" ausgeschlossen. Die Verschlechterung einer bestehenden Krankheit ist nach Ansicht der Versicherung üblicherweise "vorhersehbar", deshalb wird in solchen Fällen meistens nicht gezahlt. Laut der Verbraucherzentrale verlassen sich viele Kunden darauf, dass eine Reiserücktrittsversic...
Versicherung für Firmen gegen Terroranschläge Nach Ansicht der deutschen Versicherer verfügen Unternehmen hierzulande nicht über einen ausreichenden Versicherungsschutz gegen Terroranschläge. Die Versicherungswirtschaft hatte als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington die Extremus AG gegründet - die Resonanz in der deutschen Wirtschaft blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Extremus übernimmt Schäden bis zu 2 Milliarden Euro, danach greift die Haftung des Staates, der ebenfalls an der Terrorversicherung beteiligt ist. Die Staatsgarantie läuft zunächst bis zum Jahr 2007 und umfasst Terr...
Rentenversicherung muss unvermeidbare Zwischenzeiten anerkennen Häufig gibt es zwischen zwei Ausbildungsabschnitten, etwa dem Ende der Schule und dem Beginn der Ausbildung oder des Studiums so genannte ‚"unvermeidbare Zwischenzeiten", die von der Rentenversicherung als Anrechnungs-Ausbildungszeiten angerechnet werden. Sie betragen maximal vier Monate, können aber auch im Einzelfall eine längere Zeit angerechnet werden. Dies entschied das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz im Fall einer Abiturientin, die ein Praktikum absolvieren musste, um überhaupt die von ihr gewünschte Ausbildung als Krankengymnastin antreten zu können (AZ: L 6 R 454/06). Rentenv...
Stiftung Warentest: Tipps zur Zahnzusatzversicherung Die Stiftung Warentest gibt wertvolle Tipps zur Zahnzusatzversicherung, die sich vor allem dann lohnt, wenn Verbrauchern eine teure Zahnersatzversorgung und teure Materialien wichtig sind. Dann ist ein möglichst leistungsstarker Tarif auszuwählen, wie z.B. der mit "sehr gut" bewertete günstigste Tarif, der EZ+EZT von HanseMerkur oder der Tarif central.prodent der Central Krankenversicherung. Teurer, aber mit den umfangreichsten Zahnersatzleistungen sind die Tarife ZAB+ZAE+ZBB von den Direktversicherern Ergo Direkt und Neckermann. Wer mit einer Zahnzusatzversicherung den Eigenanteil an der Reg...
Sozialverband fordert Trennung der Riester-Rente von Grundsicherung Walter Hirrlinger, Präsident des Sozialverbands VdK, kritisierte, dass die Riester-Rente für viele Rentner hinsichtlich ihrer Grundsicherung neue Belastungen schaffe anstatt hier vorhandene Einbußen abzumildern, und forderte deswegen, dass sie nicht mit der Grundsicherung verrechnet werden dürfe. Einnahmen aus Riester-Renten gelten als Einkommen und werden daher immer berücksichtigt, wenn eine Überprüfung zum Erhalt einer Grundsicherung ansteht. Die Grundsicherung beträgt nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums momentan durchschnittlich 710 Euro monatlich (bestehend aus 347 Euro plus Wohn- ...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)