In Ausnahmefällen muss GKV Magenverkleinerung bezahlen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Krankenversicherung > In Ausnahmefällen muss GKV Magenverkleinerung bezahlen

Nach einem Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz muss eine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Ausnahmefällen die Kosten für eine operative Verkleinerung des Magens übernehmen (Az.: L 5 KR 12/11).

Im konkreten Fall hatte eine 51-jährige Frau geklagt, die bei einer Körpergröße von 1,65 m 173 Kilogramm wog und die bereits erfolglos mehrere Versuche unternommen hatte, ihr Gewicht zu reduzieren. Sie entschied sich für eine Magenverkleinerung, doch ihre Krankenkasse wollte diesen operativen Eingriff nicht bezahlen. Die Magenverkleinerung sollte rund 7.300 Euro kosten. Das Sozialgericht Koblenz unterstützte die Meinung der Krankenversicherung in erster Instanz, doch die nächsthöhere Instanz, das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, hob diese Entscheidung mit seinem Urteil auf.

Das Landessozialgericht erklärte, dass gesetzliche Krankenkassen eine solche Behandlung in Ausnahmefällen bezahlen müssen, vorausgesetzt der oder die Versicherte habe nachweislich bereits alle anderen Möglichkeiten zur Gewichtsabnahme (z.b. Ernährungsumstellung, Sport, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Therapie) ausprobiert und dabei keinen Erfolg gehabt. Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass die Ablehnung einer Kostenübernahme unter den genannten Voraussetzungen rechtswidrig sei, weil ohne drastische Gewichtsabnahme erhebliche gesundheitliche Folgeschäden zu erwarten seien.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Skandal: KKH-Allianz soll Schwerkranke zu Wechsel gedrängt haben Die Versicherungsbranche hat einen neuen Skandal: Wie das ZDF-Magazin "Frontal 21" berichtet hat, soll die gesetzliche Krankenkasse KKH-Allianz schwer kranke Mitglieder zu einem Wechsel der Krankenkasse gedrängt haben. Die aufgrund ihrer Krankheit besonders teuren Versicherten sollen hierzu im Rahmen einer großen Telefonaktion aufgefordert worden sein, heißt es im Magazin. Diese Vorwürfe sollen sowohl von Mitarbeitern der ZDF-Redaktion als auch von Versicherten selbst bestätigt worden sein. Darüber hinaus wurde eine Mitarbeiterin der KKH-Allianz zitiert, der zufolge "schwer Kranke und Pflegebe...
DGB-Forderungen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Regierung auf, weiteren Erhöhungen der Krankenkassenbeiträge Einhalt zu gebieten. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach erklärte, wenn der Bund den Beitragssatz für Langzeitarbeitslose von derzeit 118 Euro auf 250 Euro erhöht, könnten so die durchschnittlichen Ausgaben der Kassen gedeckt werden. Außerdem sollen nach Ansicht des DGB die Arbeitgeber stärker an der FInanzierung der gesetzlichen Kassen beteiligt werden. Seit Juli 2005 müssen Arbeitnehmer eine Beitragserhöhung von 0,9% tragen, Buntenbach zufolge müssten die die Arbeitgeber die Hä...
Stiftung Warentest: Basistarif lohnt sich nur selten In Deutschland besteht seit dem 1. Januar die Pflicht zur Krankenversicherung, d.h. wer nicht gesetzlich krankenversichert ist und auch keine andere ausreichende Versicherung vorweisen kann, muss eine private Krankenversicherung abschließen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat den Basistarif von privaten Krankenversicherungen genauer unter die Lupe genommen und kommt zu dem Ergebnis, dass er sich nur für wenige Menschen lohnt. Der Basistarif der privaten Krankenversicherungen steht allen Personen offen, er darf schwer oder chronisch Kranken nicht verweigert werden und auch Risikozuschläge bei Vo...
Diskussion um Rabattverträge bei AXA für CDU-Mitglieder Einem Bericht des Magazins "Spiegel" zufolge erhalten die knapp 500.000 Mitglieder der CDU und ihre Familien bei dem Versicherungskonzern AXA einen Preisnachlass von 5% bei privaten Krankenversicherungen (PKV). Laut dem Bericht hat die CDU einen Gruppenvertrag mit der AXA geschlossen, der außerdem vorsieht, dass eine Versicherung von Parteimitgliedern auch bei schwerer Krankheit nicht abgelehnt werden darf. Der "Spiegel" weist zudem darauf hin, dass die frühere Oberbürgermeisterin von Frankfurt/Main, Petra Roth (CDU) und der frühere Unions-FInanzexperte Friedrich Merz im AXA-Aufsichtsrat sitze...
Map-Report 2012: Die Testsieger aus dem PKV Vergleich Im aktuellen Map-Report 2012 haben die Debeka, der Deutsche Ring, sowie die Versicherungen R+V, Alte Oldenburger und DKV überzeugen können. Auch die Signal Krankenversicherung erzielte in dem aktuellen PKV Test höchste Bewertungsnoten. Alle genannten Versicherer wurden in dem Map-Report 2012 mit der Bewertungsnote „mmm“ ausgezeichnet und sicherten sich damit die beste Bewertung. Die Stiftung Warentest hat bereits Tage vor der Veröffentlichung des Map-Reports einen entsprechenden Vergleich der privaten Krankenversicherungen durchgeführt. Diese Art von PKV-Rating wurde von dem Map-Report berei...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)