Falschparker in zweiter Reihe muss auch für Unfallfolgen haften » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > KFZ Versicherung > Falschparker in zweiter Reihe muss auch für Unfallfolgen haften

Wer in zweiter Reihe parkt, riskiert ein Knöllchen und muss die möglichen Kosten für den Abschleppwagen bezahlen. Doch wenn es während des Falschparkens zu einem Unfall kommt, haftet er auch für diese Folgen mit. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Meldorf hervor, auf das der ADAC hinweist (Az.: 81 C 1124/10).

In dem konkreten Fall ging es um einen Autofahrer, der seinen PKW samt Anhänger in zweiter Reihe geparkt hat, weil er von der anderen Straßenseite aus etwas auf den Anhänger laden wollte. Im Auto saß seine 5-jährige Tochter. Während des Aufladens stieg sie aus und lief auf die Straße, wo sie von einem vorbeifahrenden Auto erfasst wurde. Das Mädchen erlitt leichte Verletzungen und das geparkte Auto wurde beschädigt.

Das Gericht urteilte, dass der Vater des Mädchens und seine Haftpflichtversicherung die Hälfte des Schadens bezahlen müsse. Grund: Das in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) geregelten Rechtsparkgebot soll nicht nur den fließenden Verkehr schützen, sondern auch Fußgänger, die die Straße überqueren wollen. Weil sich der Mann an dieses Gebot nicht gehalten hatte, muss er für die Folgen des Unfalls mithaften.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Nur Vollkasko zahlt Vandalismusschäden am Auto Die Schäden an Fahrzeugen, die durch Vandalismus verursacht werden, nehmen in Deutschland zu. Zu diesen Schäden gehören eingeschlagene Scheiben, zerstochene Reifen, zerkratzter Lack, abgebrochene Antennen bis hin zum Totalschaden durch Brandstiftung. Für den Fahrzeugbesitzer kann dies eine teure Angelegenheit werden, denn nicht immer zahlt die Versicherung für den Schaden. Grundsätzlich gilt, dass nur die Vollkaskoversicherung einem Fahrzeughalter Schadenersatz zahlt, dessen Auto mutwillig zerstört wurde, ohne dass der Täter ermittelt werden konnte. Laut einem Bericht der "Monatsschrift für ...
Versicherung kürzt Leistung bei sachwidrigem PKW-Transport Nach einem Urteil des Saarländischen Oberlandesgericht (OLG) muss ein Auto mit Heckmotor auf einem Anhänger immer entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Ist dies nicht der Fall, darf die Versicherung bei einem Unfall die Leistungen kürzen (Az.: 5 U 395/09). Aus dem kürzlich bekanntgewordenen Urteil geht hervor, dass sich jeder Autofahrer auch in solchen Situationen mit den technischen Anforderungen einer ausreichenden Sicherung vertraut machen müsse. Im konkreten Fall ging es um einen Fahrzeughalter, der einen PKW in Fahrtrichtung auf einem Anhänger transportiert hatte und beim Lenk...
Real Garant auf dem Vormarsch Durch einer Kooperation mit Chrysler Jeep Dodge Espaoa S. A. hat die Real Garant Versicherung AG ihren Expansionskurs in Spanien fortgesetzt. Real Grand wird für Chrysler die Versicherung für junge Gebrauchte und Jahreswagen übernehmen. Eine Garantie für Jahreswagen gehört auch zum Paket. Dies gab das Unternehmen jetzt in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Mit dieser Kooperation weitet das Versicherungsunternehmen die Zahl der Kooperationen in Spanien noch weiter aus. Bisher hat Real Grand bereits mit Audi, VW, Skoda und Mercedes Benz vergleichbare Partnerschaften abgeschlossen. Spanien is...
Navi-Bedienung während der Fahrt ist grob fahrlässig Wer während der Autofahrt ein Navigationssystem bedient und dadurch einen Unfall verursacht, handelt grob fahrlässig. In diesem Fall verliert der Verursacher den Versicherungsschutz seiner Kfz-Versicherung und muss die entstandenen Kosten selbst tragen. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam hervor (Az.: 6 O 32/09). Im konkreten Fall fuhr ein Mann mit einem Mietwagen und wollte während der Fahrt mit Hilfe seines Navigationsgerätes herausfinden, ob er an einem Rasthof schon vorbeigefahren war. Weil seine Konzentration nun auf das Navi gerichtet war und nicht mehr auf das Verk...
Kfz-Versicherung: Kunden schätzen persönliche Beratung Wie die Studie "Kundenkompass Kfz-Versicherung", die von AXA und dem F.A.Z.-Institut durchgeführt wurde, ergab, wenden sich 6 von 10 Autofahrern direkt an einen Versicherungsvermittler, um sich über Kfz-Versicherungen zu informieren. Fast jeder zweite nimmt zu seiner bisherigen Autoversicherung Kontakt auf, bevor er eine neue Police abschließt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das persönliche Expertengespräch für die meisten Kfz-Versicherungsnehmer die wichtigste Informationsquelle darstellt. Neben dem direkten Kontakt zu dem Vermittler oder der bisherigen Kfz-Versicherung ist auch das I...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)