Krankenkassen mit Kampagne gegen Gesundheitsreform » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Krankenversicherung > Krankenkassen mit Kampagne gegen Gesundheitsreform

Die gesetzlichen Krankenkassen wollen jetzt mit einer Kampagne gegen die von Union und SPD geplante Gesundheitsreform vorgehen. Wie aus internen Unterlagen der Krankenkassen hervorgeht, ist der Plan die Politik über entsprechende Äffentlichkeitsaktivitäten zur Rücknahme der wesentlichen Punkte" der Reform zu zwingen, heißt es in einem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die Botschaft der Kampagne: ‚"Diese Gesundheitsreform bringt keinen Nutzen, sie führt im Gegenteil dazu, dass die Gesundheitsversorgung teurer, schlechter und unsicherer wird."

Die Kassen haben sich bereits auf mehrere Aktionen verständigt. Geplant sind politische Veranstaltungen, Pressekonferenzen und Mailingaktionen. In der Sommerpause wollen Kassenfunktionäre mit Bundespolitikern reden, zugleich sollen aber auch die ‚"Bundestagsabgeordneten in den Ländern angesprochen und mobilisiert werden", heißt es. Dazu wollen die Verbände für die jeweiligen örtlichen Aktionen Muster-Veranstaltungskonzepte, Textbausteine, Musterreden und -präsentationen sowie Pressemappen bereitstellen. Ein Projektteam soll das Vorhaben koordinieren. Zudem erwägen die Kassen, Unterschriften zu sammeln, möglich seien auch Postkartenaktionen und ein Internetvoting. Unklar ist, wie viel die Kampagne kosten soll. In Kassenkreisen heißt es, dies sei noch offen.

Die Kassen befürchten, dass sie viel stärker die Beiträge anheben müssen, als die Politiker vorhersagen. Der Sprecher des AOK-Bundesverbandes, Udo Barske, bekräftigte, dass es nicht reiche, wie beschlossen den Durchschnittssatz um 0,5 Prozentpunkte auf 14,7 Prozent des Bruttolohns anzuheben.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Wechsel in die private Krankenversicherung Mit dem neuen Gesundheitsfonds welcher ja bekanntlich 2009 eingeführt wird, kommen auch einige Änderungen bei der privaten Krankenkasse sowie bei der gesetzlichen Krankenkasse auf die Versicherten zu. Ab 2009 gilt ein einheitlicher Beitrag für alle gesetzlich Versicherten. Experten sehen diesen in etwa bei einer Höhe von 15,5 Prozent. In dem Fall, dass die Krankenkassen mit ihren Prämien nicht auskommen, werden diese zusätzliche Beiträge erheben müssen. Wenn die Kassen aber gut wirtschaften und Überschüsse erzielen, so können sie dann überschüssiges Geld wieder ausschütten. Privat Versicherte...
Beihilfe und Restkostenversicherung für Beamte Beamte und Beamtenanwärter können, im Gegensatz zu vielen anderen Berufsgruppen in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Meistens müssen sie das sogar tun, da Beamte anstatt eines Zuschusses zur Krankenversicherung, wie in anderen Berufsgruppen, die sogenannte Beihilfe erhalten. Diese kann nur auf die private und nicht auf die gesetzliche Krankenversicherung angerechnet werden. Die Höhe der Beihilfe ist je nach Bundesland unterschiedlich und liegt zwischen 50 bis 80 Prozent, sie ist zudem vom Familienstand abhängig. Die verbleibenden 20 – 50 Prozent müssen dann durch eine Restkosten...
Hunderttausende Ausländer ohne Krankenversicherung Angesichts der zunehmenden Zahl von Ausländern, die ohne geregelten Aufenthaltsstatus in Deutschland leben und somit auch keine Krankenversicherung haben, fordern Ärzte nun eine Lockerung der Bürokratie, um die Behandlungsmöglichkeiten dieser Menschen zu verbessern. So erklärte Ulrich Clever, der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesärztekammer, jüngst in Berlin, dass es nicht sein dürfe, "dass Menschen mit Migrationshintergrund aus Angst vor Abschiebung oder wegen eines fehlenden Versicherungsschutzes gar nicht oder erst sehr spät einen Arzt aufsuchen". Die Folge dieses Verhaltens sei eine Ve...
Bindungsfrist schreckt Versicherte von Basistarif ab Offenbar ist die lange Laufzeit im Basistarif der privaten Krankenversicherungen ein Grund für die geringe Wechselbereitschaft der Versicherten. Einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts YouGovPsychonomics zufolge schrecken Wechselwilligen vor der 18-monatigen Bindungsfrist zurück. Nach der Untersuchung waren im Sommer 2008, kurz vor dem Beschluss der Bindungsfrist, noch 14% der PKV-Kunden zum Wechsel in den Basistarif bereit, wenn sie einen Teil ihrer Alterungsrückstellung mitnehmen konnten. Im Januar 2009 hat sich dieser Anteil jedoch auf 8% verringert. Im Vorfeld der Reform hatte de...
Ärztliche Kunstfehler Ärztliche Kunstfehler können massive Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit des Patienten bedeuten. Im Gegensatz zu den USA, wo Betroffene vor den jeweiligen Gerichten nicht selten Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe zugesprochen bekommen, scheuen sich in Deutschland immer noch viele Betroffene, gegen einen ärztlichen Kunstfehler rechtlich vorzugehen. Die Rechtsexpertin der D.A.S., Europas führender Rechtsschutzversicherung, Regina Spieler, fordert jedoch dringend alle Betroffenen auf, sich mit falscher oder unzureichender Behandlung nicht abzufinden, sondern sich schnell um eine Er...
Von Mario (Insgesamt 372 News)