Wer auf der Autobahn hilft, ist versichert » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Unfallversicherung > Wer auf der Autobahn hilft, ist versichert

Wer bei der Beseitigung einer Gefahrenquelle auf der Autobahn hilft und dabei Verletzungen erleidet, der ist dem Gesetz zufolge versichert. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden (Az.: B 2 U 7/11 R).

Im konkreten Fall wurde ein Mann, der ein Metallrohr von einer Autobahn bergen wollte, von einem Auto überfahren und schwer verletzt. Er erlitt unter anderem mehrere Knochenbrüche und ein Schädel-Hirn-Trauma. Seit dem Unfall ist der Mann invalide und berufsunfähig. Die Unfallkasse wollte jedoch nicht zahlen und begründete dies damit, dass das Metallrohr wegen seiner seitlichen Position keine unmittelbare Gefahr dargestellt habe.

Das Gericht war der Überzeugung, dass das Metallrohr sehr wohl eine Gefahr für die Allgemeinheit dargestellt habe, auch wenn es nicht direkt auf, sondern am Rand der Fahrbahn gelegen hat. Da der Mann durch sein Handeln die Allgemeinheit schützen wollte, hat er einen Anspruch auf eine Unfallrente. Damit bestätigte das BSG ein Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz, das zu dem gleichen Ergebnis kam. Die zuständige Unfallkasse muss dem Mann nun eine Rente zahlen, die Höhe ist jedoch noch nicht bekannt.

Das BSG wies jedoch darauf hin, dass man immer bedenken sollte, dass man als Fußgänger keineswegs einfach auf einer Autobahn herumlaufen darf.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Verbraucherschützer raten von Insassen-Unfallversicherung ab Mit 4,4 Millionen laufenden Verträgen gehört die Insassen-Unfallversicherung zu den beliebtesten Versicherungen in Deutschland. Doch Verbraucherschützer raten von dem Abschluss einer solchen Versicherung ab, da die Risiken, die von ihr abgedeckt werden, anderweitig besser abgesichert werden. Eine Insassen-Unfallversicherung schützt den Fahrer und seinen Beifahrer sowie alle weiteren Mitfahrer eines Autos bei einem Autounfall finanziell gegen bleibende Schäden. Was sich zunächst sinnvoll anhört, stellt sich beim näheren Hinsehen als unnötig heraus, denn üblicherweise übernimmt auch die Kfz-Ha...
Unfallschutz auch ohne Fahrradhelm Die Versicherungskammer Bayern weist darauf hin, dass Fahrradfahren ohne Helm zwar die Gesundheit gefährden und im schlimmsten Fall fatale Folgen haben kann, aber der Versicherungsschutz der privaten Unfallversicherung bleibt hiervon unberührt. Die Experten empfehlen dennoch allen Radfahrern, unbedingt einen Helm zu tragen, der im Notfall Leben retten kann. Leider folgen noch nicht viele Fahrradfahrer dieser Empfehlung, im Jahr 2009 waren es nur 11% der deutschen Radfahrer, die mit Helm unterwegs sind. Das ist nur eine minimale Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (10%). Die Versicherungskam...
DGUV: Nur 10% der Radfahrer tragen Helm Laut einer aktuellen Umfrage der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) fährt die Mehrheit der deutschen Fahrradfahrer noch immer ohne Helm. So gaben nur 10% der Befragten an, dass die beim Fahrradfahren immer einen Helm tragen. Bei den eigenen Kindern würde jedoch nach eigenen Angaben mit rund 90% eine deutliche Mehrheit der Befragten darauf achten, dass diese nicht ohne Helm fahrradfahren. Fast zwei Drittel der Befragten erklärten sich außerdem dazu bereit, dass sie einen Helm tragen würden, wenn sie Eltern wären/werden, um ein gutes Vorbild für ihre Kinder zu sein. Die immer wied...
Ehrenamtler in Gesundheit und Wohlfahrt kostenlos unfallversichert Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) weist darauf hin, dass Ehrenamtliche, die sich im Bereich Gesundheit und Wohlfahrt engagieren, per Gesetz kostenfrei unfallversichert sind. Dies gilt jedoch nicht zwangsköufig für Ehrenamtler in anderen Bereichen, in denen eine Anmeldung erforderlich ist und eine Beitragsverpflichtung besteht. Andreas Dietzel, Sozialversicherungsexperte der BGW, erklärt, dass Menschen, die sich mit hohem persönlichen Einsatz für andere opfern und ohne Bezahlung für sie Zeit und Energie aufbringen, im Falle eines Unfalls unterstützt werd...
Weniger Arbeitsunfälle – geringeres Unfallrisiko Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat heute in Berlin die Zahlen der Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand vorgestellt, nach denen im vergangenen Jahr auf 1000 Vollarbeiter 26,8 Unfälle kamen, das sind 0,2 Unfälle weniger als im Jahr zuvor. Da die Beschäftigungszahlen dank der guten Konjunktur gestiegen sind, ist die absolute Zahl der Arbeitsunfälle trotz geringerem Unfallrisiko auf 959.714 gestiegen - also 1,2% mehr als im Jahr 2006. Die geleisteten Arbeitsstunden nahmen im letzten Jahr dadurch ebenfalls (um 2,5%) zu und betrugen insge...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)