Unfallversicherung zahlt nicht bei Herzinfarkt » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Unfallversicherung > Unfallversicherung zahlt nicht bei Herzinfarkt

Wie aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Nürnberg hervorgeht, muss eine private Unfallversicherung nicht zahlen, wenn ein Versicherter auf einem Tauchgang ertrinkt, nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat (Az.: 8 U 1906/10).

Im konkreten Fall war ein Versicherter ertrunken, nachdem er regungslos auf den Grund eines Sees gesunken war. Ein Sachverständiger wurde eingeschaltet, um zu klären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Der Versicherte wies zahlreiche Risikofaktoren für einen Herzinfarkt auf wie Übergewicht und einer Verengung der rechten Herzkrankschlagader. Deshalb konnte der Sachverständige nicht ausschließen, dass der Mann kurz vor seinem Tod einen Herzinfarkt erlitten hatte. Auch die Tatsache, dass der Mann keinerlei typische Ertrinkungsreaktionen gezeigt hatte, spricht für die Annahme eines Herzinfarkts.

Das Gericht stellte fest, dass ein Herzinfarkt und die darauf folgende Bewusstlosigkeit keinen Unfall, sondern eine nicht versicherte Bewusstseinsstörung darstellt, so dass die Unfallversicherung nicht zahlen musste. Damit bestätigte das OLG das Urteil der vorherigen Instanz, des Landgerichts Regensburg, das den Anspruch des Klägers abgewiesen hatte.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Unfallversicherung zahlt nicht bei Herzinfarkt
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Neue Unfallversicherung der IDEAL Versicherung AG Zukünftig gibt es bei der IDEAL Versicherung AG eine spezielle Unfallversicherung für Senioren. Es gibt dabei zwei Angebote, eine sehr Leistungsstarke Variante und eine preisgünstige. Beide Angebote beinhalten eine Rentengarantiezeit von 10 Jahren. Es besteht dabei die Wahlmöglichkeit, bei Festlegung der Invalidität zu wählen, on der Versicherungsnehmer eine lebenslange Rente beziehen möchte oder ob er eine einmalige Kapitalauszahlung bevorzugt. Die IDEAL UnfallRente ist speziell für Menschen ab 50 Jahren konzipiert. Das Eintrittsalter ist unbegrenzt. Der Tarif Klassik der IDEAL UnfallRente ...
Beschwerden nach Unfall müssen nachweislich auf Unfall zurückzuführen sein Die Unfallversicherung muss nur dann zahlen, wenn die nach einem Unfall auftretenden Beschwerden nachweislich nur auf den Unfall zurückzuführen sind. Das geht aus einem erst kürzlich veröffentlichten, rechtskräftigen Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 19. Oktober 2007 (Az.: 20 U 215/06) hervor. Im konkreten Fall war ein Mann bei einem Sturz auf der Treppe einer Fahrzeuggrube auf den Rücken gefallen wobei er sich unter anderem einen Bandscheibenvorfall zugezogen hat. Von seiner Versicherung forderte er wegen der dauerhaften Folgebeschwerden eine einmalige Zahlung von 88.964,72 Euro plus Z...
Bundesmittel für landwirtschaftliche Unfallversicherung Der landwirtschaftliche Sozialverband hat die Vorschläge von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer begrüßt, auch in den Jahren 2008 und 2009 die landwirtschaftliche Unfallversicherung mit jährlich 200 Millionen Euro zu entlasten. Die Zuschüsse sollen aus Bundesmitteln finanziert werden. Nur so können die Beiträge stabil gehalten werden. Neben der Unterstützung für die landwirtschaftliche Unfallversicherung plant Seehofer zudem für die Jahre 2008 und 2009 jeweils 200 Millionen Euro zur Kapitalisierung von Kleinrenten in der Unfallversicherung zur Verfügung zu stellen. Dieser Vorschlag ...
Ohne Invaliditätsbescheinigung darf Unfallversicherung Zahlung verweigern Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken darf eine Unfallversicherung die Zahlung an ein Unfallopfer verweigern, wenn keine Invaliditätsbescheinigung vorgelegt wird (AZ: 5 U 70/07-4). Eine ärztliche Diagnose reicht als Bescheinigung der Invalidität demnach nicht aus. Im konkreten Fall hatte ein Mann seiner Unfallversicherung nach einem Sturz mit dem Fahrrad mehrere ärztliche Kurzberichte vorgelegt, in denen die Diagnosen Schulterprellung und Rippenfraktur genannt wurden. Aus diesen Berichten ging jedoch nicht hervor, dass bei dem Mann eine Invalidität vorliegt. Hierzu hätten Aussa...
Urteil: Progressionsstaffel in Unfallversicherung zulässig Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken ist die Progressionsstaffel für die Zahlung der Unfallversicherung in Abhängigkeit von dem Invaliditätsgrad des Versicherten zulässig (Az.: 5 U 47/09-15). Im konkreten Fall ging es um einen Versicherten, in dessen Vertrag eine höhere Leistung ab einem Invaliditätsgrad von 25% vereinbart war. Der Mann war zu 50% invalide und verlangte dementsprechend eine höhere Leistung entsprechend seinem Invaliditätsgrad. Die Versicherung wollte diese höhere Leistung, die zwischen 25% und 50% lag, aber nur für einen Teil der Versicherungssumme zahlen. Di...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *