EuGH: Reise auch bei Betrug des Veranstalters versichert » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Versicherungen > EuGH: Reise auch bei Betrug des Veranstalters versichert

Nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg sind Urlauber auch dann gegen die Zahlungsunfähigkeit eines Reseiveranstalters versichert, wenn dieser absichtlich betrügt. Der EuGH entschied, dass der sogenannte Sicherungsschein immer Gültigkeit besitze und zwar unabhängig von den ursachen der Zahlungsunfähigkeit.

Im konkreten Fall ging es um einen Urlauber aus Hamburg, der eine Pauschalreise buchte und der seine Kosten nicht erstattet bekam, als der Veranstalter noch vor dem Beginn der Reise Insolvenz anmeldete. Die Versicherung verweigerte die Kostenübernahme mit der Begründung, dass der Reiseveranstalter in betrügerischer Absicht gehandelt habe, als er die Einnahmen „zweckentfremdet“ hatte.

Seit 1994 müssen Reiseveranstalter in der EU für ihre Kunden eine Insolvenzversicherung abschließen, die laut Verbraucherzentralen die Kosten für eine außerplanmäßige Rückreise und den Preis für die ausgefallenen Reiseleistungen übernimmt. Als Nachweis, dass der Anbieter eine solche Versicherung abgeschlossen hat, gilt der sogenannte Reise-Sicherungsschein. Spätestens bei der Anzahlung der Reise muss dieser Schein dem Kunden ausgehändigt werden, das gilt auch für kurzfristig gebuchte Last-Minute-Reisen. Experten weisen darauf hin, dass nur das Original des Sicherungsscheins rechtlich verbindlich ist und warnen dringend davor, sich mit einer Kopie oder einem Faxausdruck zufrieden zu geben.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Vermögen verschwiegen – Mann muss Hartz IV zurückzahlen Wer Vermögenswerte verschweigt und dann Hartz IV erhält, muss damit rechnen, dass diese Leistungen vom Staat zurückgefordert werden können. Das entschied das Sächsische Landessozialgericht in einem aktuellen Urteil. Im konkreten Fall wurde ein Mann von der ARGE dazu aufgefordert, sämtliche bislang an ihn gezahlten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) zurückzuzahlen, da deren Bewilligung rückgängig gemacht wurden. Der Hartz IV-Empfänger besaß einen Sparbrief in Höhe von rund 12.000 Euro, was dem Leistungsträger durch eine Mitteilung des...
Französische Versicherung für Bundeswehrsoldaten Der französische Militärversicherer AGPM bietet ab dem 1. Oktober auch Versicherungen für deutsche Bundeswehrsoldaten an. Das Angebot kann von Soldaten, aber auch von Reservisten und anderen Bundeswehr-Mitarbeitern in Anspruch genommen werden. Das Besondere an dieser Versicherung ist, dass sie - gemeinsam mit der Fördergesellschaft des Deutschen Bundeswehr-Verbands entwickelt - genau auf die Bedürfnisse von Bundeswehrangehörigen abgestimmt ist. Der Versicherungsschutz umfasst alle militärischen Tätigkeiten im Dienst und gilt auch außer Dienst und bei Auslandseinsätzen und das weltweit 24 Stu...
Änderungen bei der Arbeitslosenversicherung Es gibt aktuelle Änderungen in der Arbeitslosenversicherung. Wer sich ab 1. Februar an arbeitslos meldet und dazu noch älter als 55 Jahre ist, bekommt maximal 18 Monate Arbeitslosengeld. Bislang lag die Höchstdauer bei 32 Monaten. Bei Arbeitslosen bis 55 Jahren wird die Bezugsdauer auf höchstens ein Jahr verkürzt. Anschließend erhalten die Betroffenen das Arbeitslosengeld 2, das sich nicht am letzten Verdienst, sondern an der Sozialhilfe orientiert. Im Westen beträgt das Arbeitslosengeld 2 345 Euro, im Osten zur Zeit noch 331 Euro monatlich. Zudem werden zum 1. Februar die Voraussetzungen fü...
Studie: Vor- und Nachteile von Online-Vergleichsportalen In der Studie "Vergleichsportale für Versicherungen - Kundenerwartungen, Erfolgsfaktoren und Status Quo" hat sich Ibi Research von der Universität Regenburg mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung das Internet beim Erwerb von Versicherungsprodukten hat und wie die Kunden mit Vergleichsportalen umgehen. Dazu wurden 386 Internetnutzer befragt. Die Umfrage ergab, dass 66% der Verbraucher grundsätzlich eine Versicherung im Internet abschließen würden, vor allem eher einfache Produkte wie Kfz-, Hausrat- oder Privathaftpflichtversicherung. 36% der Befragten haben schon einmal online eine Versic...
Verbraucherschützer raten von Sterbegeld-Versicherungen ab Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten hält die Sterbegeld-Versicherung für eine der überflüssigsten Versicherungen überhaupt. In vielen Fällen sind die Beiträge höher als die letztendlich ausgeschüttete Summe, deshalb sollte der eingezahlte Betrag lieber auf einem Tagesgeldkonto oder in eine andere Versicherung gesteckt werden. In der August-Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" zeigten die Tester, dass z.B. bei einem Anbieter ein 45-jähriger Kunde für eine Versicherungssumme von 4500 Euro monatlich 13,22 Euro zahlen muss. Legt man die durchschnittliche Lebenserwartung von 78 Jahren zugrund...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)