Schlechte Noten für Elektrogeräte-Zusatzversicherungen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Versicherungen > Schlechte Noten für Elektrogeräte-Zusatzversicherungen

Viele Händler bieten ihren Kunden beim Kauf von Elektrogeräten eine sogenannte Zusatzversicherung an. Die Zeitschrift „Computer Bild“ (Ausgabe 5/2012) hat insgesamt 12 Angebote genauer unter die Lupe genommen – mit dem Ergebnis, dass die meisten Policen ihr Geld nicht wert sind.

Über die Hälfte der Versicherungen im Test wurden mit „ausreichend“ oder „mangelhaft“ bewertet, nur eine einzige Police erhielt die Note „gut“. Der häufigste Grund für das schlechte Abschneiden der Versicherungen waren die hohen Kosten. Nicht selten verlangen die Anbieter jährliche Beiträge von 5-7% des Warenwerts, manchmal werden sogar 28% des Warenwerts fällig. Obwohl jedes Elektrogerät in den ersten zwei Jahren durch die Gewährleistung des Händlers oder die Herstellergarantie abgesichert ist, müssen die Kunden bei einer solchen Zusatzversicherung die Beiträge unmittelbar nach dem Kauf des Elektrogeräts bezahlen. Hinzu kommt, dass mit steigender Dauer der Versicherung gleichzeitig die Leistung sinkt, so dass der Kunde z.B. im vierten Jahr nach der Anschaffung des Geräts nur noch 40% des Neuwerts erstattet bekommt.

Um ihre Angebote für die Verbraucher attraktiver zu machen, werben einige Anbieter mit Versicherungsleistungen über die Herstellergarantie hinaus. So soll der Versicherungsschutz bei einigen z.B. auch Schäden einschließen, die durch Diebstahl, Wasser, Feuer oder Verschleiß verursacht werden. Hier sollten sich Verbraucher genau in die Versicherungsbedingungen ansehen, denn oft gibt es Einschränkungen, wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet. So gilt der vereinbarte Diebstahlschutz für ein Handy nicht, wenn es sich um einen Taschendiebstahl handelt oder der gestohlene MP3-Player wird nur dann ersetzt, wenn er nicht in der Hosentasche getragen wurde.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Wechsel in die private Krankenversicherung Mit dem neuen Gesundheitsfonds welcher ja bekanntlich 2009 eingeführt wird, kommen auch einige Änderungen bei der privaten Krankenkasse sowie bei der gesetzlichen Krankenkasse auf die Versicherten zu. Ab 2009 gilt ein einheitlicher Beitrag für alle gesetzlich Versicherten. Experten sehen diesen in etwa bei einer Höhe von 15,5 Prozent. In dem Fall, dass die Krankenkassen mit ihren Prämien nicht auskommen, werden diese zusätzliche Beiträge erheben müssen. Wenn die Kassen aber gut wirtschaften und Überschüsse erzielen, so können sie dann überschüssiges Geld wieder ausschütten. Privat Versicherte...
Welche Brandschäden übernehmen die Versicherungen? Bei Brandschäden sind grundsätzlich Wohngebäude-, Hausrat- oder Privathaftpflichtversicherung dazu verpflichtet, die Kosten zu übernehmen, doch bei grob fahrlässiger Handlung und vorsätzlicher Brandlegung dürfen die Versicherungen eine Schadenübernahme verweigern oder Regress nehmen. Dabei ist nicht immer sofort ersichtlich, welches Verhalten als grob fahrlässig gilt, deshalb mussten sich in der Vergangenheit bereits zahlreiche Gerichte mit dieser Frage in vielen Einzelfällen befassen. So entschied z.B. das Landgericht Nürnberg-Fürth zugunsten einer Frau, die sich gegen die Schadenersatzforder...
Trend zum Rundum-Schutz Im Schnitt besitzt jeder Deutsche 6 verschiedene Versicherungspolicen, doch wenn der aktuelle Trend anhält, könnten diese Einzelpolicen in der Zukunft von einer einzigen Rundum-Versicherung abgelöst werden. So könnten die Kunden mit einem einzigen Produkt eine Komplettabsicherung erhalten. Einige Versicherer bieten bereits Bündelprodukte an, z.B. für die Absicherung älterer Menschen. Für sie gibt es z.B. Versicherungspakete, in denen eine zusätzliche Rentenversicherung, eine private Pflegeversicherung, eine Rechtsberatung und Sterbegeld enthalten ist. Herbert Oberländer, Senior Executive Mana...
Sozialversicherungsbeiträge für Schüler Viele Schüler jobben in den Sommerferien, um ihr Taschengeld aufzubessern, doch mit welchen Abzügen ist hierbei zu rechnen? Müssen Schüler für ihren Ferienjob Sozialabgaben zahlen? Der Pinneberger AOK-Geschäftsstellenleiter Jürgen Schröder erklärt im "Hamburger Abendblatt", dass grundsätzlich gilt, dass Schüler bis zu 2 Monaten (oder 50 Arbeitstagen) sozialabgabenfrei arbeiten dürfen und zwar unabhängig von den wöchentlichen Arbeitsstunden und ihrem Verdienst. Wer also schon in den Osterferien arbeitet, hat in den Sommerferien weniger Tage zur sozialabgabenfreien Arbeit zur VErfügung. Bei Sch...
Versicherungen für Senioren selten Nur 36 Prozent aller Versicherer haben bereits spezielle Versicherungen für ältere Menschen über 50 Jahre entwickelt. Dabei wird von rund 60 Prozent der Versicherer geschätzt, dass diese Kunden, also die Senioren überdurchschnittlich profitabel sind. Zu diesen Ergebnissen zumindest kommt die aktuelle Studie ¬´Insurance Trend¬ª von Steria Mummert Consulting, der Universität St. Gallen und dem Versicherungsmagazin. Allerdings fehlt es nicht nur an Angeboten, sondern genauso viel an der Ansprache älterer Menschen, nur etwa jede dritte Versicherungsgesellschaft versucht gezielt ältere Kunden mit ...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)