Krankenkassen müssen spezielle Matratzen nicht bezahlen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Krankenversicherung > Krankenkassen müssen spezielle Matratzen nicht bezahlen

Die Krankenkassen in Deutschland müssen die Kosten von speziellen Matratzen nicht übernehmen. Das Sozialgericht Düsseldorf hat die Klage einer Frau mit Wirbelsäulenleiden abgewiesen. Demnach können schmerzlindernde Spezialmatratzen den Kassen nicht in Rechnung gestellt werden.

Von den Richtern des Sozialgerichts Düsseldorf wurde die Klage von einer Frau abgewiesen, die sich aufgrund von Wirbelsäulenleiden die Kosten einer Spezialanfertigung ersetzen lassen wollte. Das Gericht erklärte, dass der Preis für die Spezialmatratze nicht über dem von handelsüblichen Matratzen lag.

Anders gestaltet sich das Bild bei antiallergenen Matratzenbezügen. Leiden Versicherte an einer Hausstaubmilbenallergie, haben sie Anspruch auf die Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Dies wurde am 7. Oktober 2010 von dem Landessozialgericht Sachsen-Anhalt entschieden. Der Kläger beantragte in dem Fall durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung die Kostenübernahme für zwei spezielle Bezüge.

Die Bezüge waren für den Versicherten aufgrund einer Allergie gegen Hausstaubmilben erforderlich. Die Bezüge waren für sein eigenes und das Bett seiner Ehefrau gedacht. Durch die beiden Bezüge entstanden Kosten in Höhe von 152,00 Euro. Die Kostenübernahme wurde von der Krankenkasse zunächst abgelehnt, da es sich nach Auffassung der GKV bei einem Matratzenbezug um einen Gebrauchsgegenstand handelt.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Krankenkassen müssen spezielle Matratzen nicht bezahlen
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Gesetzliche Krankenkassen: 1,8 Milliarden Überschuss Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von rund 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Damit seien die Kassen nun ‚"praktisch schuldenfrei", sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) bei der Vorlage der Zahlen in Berlin. Grund zur Entwarnung sind diese positiven Meldungen allerdings nicht. Insbesondere durch den Wegfall von Steuermitteln in Milliardenhöhe drohen den gesetzlichen Kassen bereits im nächsten Jahr neue Engpässe. Die Folge könnten dann wieder steigende Beitragssätze sein.
Krankenkassen: Pfändung der Zusatzbeiträge Trotz mehrfacher Aufforderung der Krankenkassen haben hunderttausende Kunden ihre Zusatzbeiträge nicht gezahlt. Nun wollen die Versicherer ihre Gangart verschärfen und drohen den säumigen Zahlern mit einer Pfändung der Gehälter. Demnach müssen laut aktuellen Medienberichten alle Versicherten mit einer Gehaltspfändung rechnen, die ihre Zusatzbeiträge nicht gezahlt haben. Von den säumigen Zahlern ist auch die DAK betroffen. So haben etwa 220.000 Versicherte der Krankenkasse den Zusatzbeitrag von 8 Euro monatlich nicht gezahlt. Die DAK führte den Zusatzbeitrag vor rund einem Jahr ein. Von den au...
Bundesregierung gegen Continentale Versicherung Seitens der Bundesregierung ist geplant, im Streit um Umsetzung der Gesundheitsreform gegen die Continentale Krankenversicherung vorzugehen. Wie die Bundesgesundheitsministerin am Freitag mitteilte habe sie Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gebeten über die Aufsichtsbehörde BaFin zu prüfen, in wie weit die Continentale die gesetzlichen Vorschriften einhält. Strittig ist die Tatsache, dass die Continental Krankenversicherung Nicht-Vesicherte zwar wie in der Gesundheitsreform vorgesehen wieder aufnehmen will und das ohne Risikoaufschlag, allerdings will die Versicherung keine Kosten für bes...
Kaufmännische Krankenkasse hält Beitrag bei 13,2 Prozent Trotz vielfältiger Klagen der Krankenkassen über gestiegene Arzneimittelkosten kommt von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) mit Sitz in Hannover eine gute Nachricht: Auch im kommenden Jahr wird die KKH ihren Beitrag bei 13,2 Prozent stabil halten. Die Kaufmännische Krankenkasse ist mit rund 1,9 Millionen Mitgliedern die viertgrößte bundesweit tätige Krankenkasse – und sie wächst weiter: Angelockt von den vergleichsweise günstigen Beitragssätzen, kamen im laufenden Jahr bereits mehr als 30.000 neue Mitglieder zur KKH.
Kostenloser Auslandskrankenschutz in der GKV endet 2012 Wer gesetzlich krankenversichert ist, kann den von vielen Kassen angebotenen kostenlosen privaten Auslandsreisekrankenschutz mit weltweiter Geltung nur noch bis zum Jahresende in Anspruch nehmen. Das Bundesversicherungsamt als Kassenaufsicht hat das weitere Anbieten dieser Leistung ab 2013 untersagt. Ein Ministeriumssprecher erklärte, dass das Bundesgesundheitsministerium die Rechtsauffassung des Bundesversicherungsamtes teile: Gesetzliche Krankenkassen dürfen den erweiterten Auslands-Krankenschutz nicht als eigene Leistung anbieten, da es hierfür "keine gesetzliche Ermächtigung" gebe. Dem Sp...
Von Nancy (Insgesamt 131 News)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *