Krankenkassen müssen spezielle Matratzen nicht bezahlen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Krankenversicherung > Krankenkassen müssen spezielle Matratzen nicht bezahlen

Die Krankenkassen in Deutschland müssen die Kosten von speziellen Matratzen nicht übernehmen. Das Sozialgericht Düsseldorf hat die Klage einer Frau mit Wirbelsäulenleiden abgewiesen. Demnach können schmerzlindernde Spezialmatratzen den Kassen nicht in Rechnung gestellt werden.

Von den Richtern des Sozialgerichts Düsseldorf wurde die Klage von einer Frau abgewiesen, die sich aufgrund von Wirbelsäulenleiden die Kosten einer Spezialanfertigung ersetzen lassen wollte. Das Gericht erklärte, dass der Preis für die Spezialmatratze nicht über dem von handelsüblichen Matratzen lag.

Anders gestaltet sich das Bild bei antiallergenen Matratzenbezügen. Leiden Versicherte an einer Hausstaubmilbenallergie, haben sie Anspruch auf die Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Dies wurde am 7. Oktober 2010 von dem Landessozialgericht Sachsen-Anhalt entschieden. Der Kläger beantragte in dem Fall durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung die Kostenübernahme für zwei spezielle Bezüge.

Die Bezüge waren für den Versicherten aufgrund einer Allergie gegen Hausstaubmilben erforderlich. Die Bezüge waren für sein eigenes und das Bett seiner Ehefrau gedacht. Durch die beiden Bezüge entstanden Kosten in Höhe von 152,00 Euro. Die Kostenübernahme wurde von der Krankenkasse zunächst abgelehnt, da es sich nach Auffassung der GKV bei einem Matratzenbezug um einen Gebrauchsgegenstand handelt.

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Krankenkassen gaben 2005 rund 24 Milliarden Euro aus Neue, teure Medikamente sind nach Meinung des Bundesgesundheitsministeriums vor allem verantwortlich für die deutlich gestiegen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2005. Nach vorläufigen Berechnungen mussten die Kassen zwischen 23 und 24 Milliarden Euro aufwenden. Vor allem in den ersten sechs Monaten waren die Kosten davongelaufen. Die Statistiker errechneten für Januar bis Juni 2005 eine Steigerung um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In der zweiten Jahreshälfte wurde der Anstieg dann etwas gebremst, fiel mit rund 13 Prozent gegenüber dem Jahr 2004 aber im...
Bahr droht Kassen wegen City BKK-Versicherten mit Sanktionen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat auf die Berichte reagiert, laut denen die Versicherten der insolventen City BKK von anderen Krankenkassen abgewimmelt werden. Es wurden mehrere Fälle bekannt, in denen ihnen bei anderen Kassen die Mitgliedschaft verwehrt worden war bzw. sie von Mitarbeitern mit fadenscheinigen Argumenten abgewimmelt worden sind. Bahr drohte den entsprechenden Krankenkassen Sanktionen an. Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) erklärte er, dass man in der nächsten Woche über eventuelle gesetzgeberischen Maßnahmen beraten wolle, falls die Kassen kei...
Prämienstaffelung in der GKV ungesetzlich Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass eine gesetzliche Krankenkassen keine Staffelprämie für ihre Versicherten vorsehen darf, die abhängig ist von dem Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen (Az.: B 1 A 1/09 R). Im konkreten Fall ging es um die Daimler Betriebskrankenkasse, die eine "Wahltarifprämienzahlung" angeboten hat. Diese sieht vor, dass alle Mitglieder, die im letzten Kalenderjahr länger als drei Monate versichert waren und selbst und auch mitversicherte Familienangehörige keine Leistungen in Anspruch genommen haben, eine Prämienzahlung erhalten. Vorsorgeuntersuchungen wa...
Beitragserhöhung der privaten Krankenversicherung in 2008 Einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung nach, planen die privaten Krankenversicherungen im kommenden Jahr ihre Beiträge anzuheben. Einige der Versicherten sollen bereits erste entsprechende Informationsschreiben dazu erhalten haben, beziehungsweise diese in den nächsten Tagen erhalten, das teilte ein Sprecher der DKV in Köln mit. Ein Beitragsanstieg von mehr als 10 Prozent ist bei der DKV ist nicht auszuschließen, die Durchschnittswerte sollen allerdings erst im Frühjahr 2008 bekannt gegeben werden. Wie die Zeitung weiter berichtet, plant auch die Allianz und die Debeka-Versicheru...
Praxisgebühr: Wer nicht zahlt, zahlt drauf Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen ist der Arztbesuch seit geraumer Zeit nicht mehr kostenlos: Zehn Euro Praxisgebühr werden pro Quartal fällig. Die Abgabe war von Anfang an umstritten, und manche Patienten weigern sich noch immer standhaft, ein ‚"Eintrittsgeld" beim Arzt zu bezahlen. Diese Verweigerungshaltung soll nach dem Willen der Bundesregierung in Zukunft deutlich teurer werden. Das Gesundheitsministerium bereitet derzeit ein Gesetz vor, mit dem säumigen Zahlern zusätzlich zur ursprünglichen Forderung von zehn Euro eine Mahngebühr von 70 Euro aufgebrummt we...
Von Nancy (Insgesamt 131 News)