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Bislang gab es für den von Bundesregierung geplanten Gesundheitsfonds, in erster Linie heftige Kritik. Nun spricht sich Chef der Deutschen Betriebskrankenkasse (Deutsche BKK), Ralf Sjuts, für den Gesundheitsfonds aus. Laut Sjuts sei der Gesundheitsfonds eine Riesenchance, um mehr Wettbewerb zu bekommen, zumindest auf der Einnahmeseite der Krankenversicherung.

Der Wettbewerb zwischen den gesetzlichen Kassen wird schärfer. „Davon profitieren deren Kunden durch sinkende Preise und bessere Leistungen.“ Der Wettbewerb entstehe dadurch, dass jede Kasse nach dem derzeit diskutierten Modell einen Einheitspreis aus dem Fonds bekommt. „Dann müssen die Versicherungen über die Produkte, also über ihre Leistungen konkurrieren“, so der Deutsche-BKK-Chef gegenüber der Welt. Heute gibt es „nur ein kleinen Wettbewerb um ein paar Zehntelprozentpunkte mehr oder weniger Beitragssatz“, was sich seiner Meinung nach durch den Gesundheitsfond bald ändern wird.

Über die Rolle der privaten Krankenversicherung innerhalb des Fondsmodells wird in der Großen Koalition noch gestritten. Die SPD besteht auf der Einbeziehung der Privatversicherten, während die Union den erwogenen Gesundheitsfonds ohne PKV organisieren will. In der Union besteht die Auffassung, eine Einbeziehung der PKV bedeute deren Ende. (N24)

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Von Mario (Insgesamt 372 News)
Kommentar für “BKK Chef für den Gesundheitsfonds
  1. TorbenB

    Auch ich teile die Meinung Sjuts, dass es zwischen den Krankenkassen mehr Wettbewerb geben wird.

    Zu dem Thema Superbürokratie im Zusammenhang mit dem Gesundheitsfonds:
    Der Unternehmer müsste sich nicht mehr mit ca. 250 Krankenkassen rumschlagen, sondern nur noch mit einer „Behörde“.

    Gruß
    TorbenB

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