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In Deutschland sind immer mehr Menschen der Meinung, dass ein ausschließlicher Versicherungsschutz durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr ausreichend ist. Eine Studie von TNS Infratest kam jetzt zu dem Ergebnis, dass 70 Prozent der Bundesbürger davon ausgehen, dass die gesetzliche Krankenversicherung in Zukunft immer weniger Leistungen übernehmen wird und die Versicherten selbst mehr zuzahlen müssen.

Laut der im März und April 2011 durchgeführten Studie unter 2.075 repräsentativ ausgewählen Personen ab 14 Jahren glauben zwar immerhin noch 79 Prozent der Befragten, in Bezug auf ihre Krankenversicherung gut abgesichert zu sein. Alledings gaben 70 Prozent unter ihnen an, dass dieser Schutz allein in Zukunft nicht mehr ausreichen werde. Vor sieben Jahren gaben dies 45 Prozent der Studienteilnehmer an.

Dass sie mit einer gesetzlichen Krankenversicherung ausreichend versichert sind, gaben in der Befragung aus dem Frühjahr 2011 nur noch 42 Prozent an, während es vor sieben Jahren noch eine Mehrheit von 56 Prozent aller Studienteilnehmer so empfand. Das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung als Bestandteil des deutschen Sozialversicherungssystems ist in den vergangenen Jahren somit stark gesunken, wie die Studie von TNS Infratest belegt.

Wie der Prokurist und Leiter der Versicherungsmarktforschung bei TNS Infratest, Manfred Kreileder, erklärt, biete das mangelnde Vertrauen der Bundesbürger in die Absicherung durch die gesetzliche Krankenversicherung „ein großes Potenzial“. Da immerhin 38 Prozent aller Befragten der Einschätzung seien, dass die Eigenvorsorge in Zukunft zunehmen werde und nur eine private Krankenversicherung ausreichenden Versicherungsschutz bieten könne, sei das Interesse an Angeboten zu privaten Krankenzusatzversicherungen groß. Der private Krankenversicherung Vergleich, den viele Unternehmen im Internet kostenlos anbieten, kann dabei eine große Hilfe bei der Wahl des richtigen Versicherungsschutzes sein.

Der Studie zufolge stehen vor allem zahnärztliche Zusatzversicherungen hoch im Kurs, denn rund 50 Prozent der Befragten zeigten Interesse an derartigen Angeboten. In Bezug auf stationäre Behandlungen sind den Umfrageergebnissen zufolge vor allem die Kostenübernahme bei ambulanten Behandlungen mit 46 Prozent, Krankenhausaufenthalt im Zwei-Bett-Zimmer mit 39 Prozent und das Krankenhaustagegeld mit 34 Prozent als private Zusatzversicherungen für die Menschen von Interesse.

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Von Bianca (Insgesamt 5 News)
Kommentar für “Notwendigkeit privater Krankenzusatzversicherungen nimmt laut Deutschen zu
  1. FrauLenza

    Zusatzversicherungen sind sicher vorallem nützlich wenn man ein höheres Krankheitsrisiko hat. Bei „normalen“ Krankheiten (z.B. Erkältungen) reicht meist auch die reguläre Krankenversicherung aus. Im Fall Zahnersatz ist eine zusätzliche Versicherung aber meist sehr nützlich, da die staatlichen Kassen in diesem Bereich eigentlich kaum noch qualitativ vernünftige Leistungen finanzieren.

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