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Wie soll es mit den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen weitergehen? Wie kann der Kostenanstieg im Gesundheitswesen gebremst und die Finanzierung langfristig sichergestellt werden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Gesundheitsexperten der Großen Koalition. Doch von einem Durchbruch sind die Partner noch weit entfernt.

Unverändert stehen sich zwei Modelle gegenüber, die einander widersprechen. So plant die SPD die Einführung einer Bürgerversicherung, für die Beiträge auf alle Arten von Einkommen erhoben würden. Kassenbeiträge würden dann nicht länger nur auf Arbeitslohn fällig, sondern auch beispielsweise auf Miet- und Zinseinnahmen.

CDU und CSU hingegen favorisieren das Modell der ‚"Kopfpauschale". Jeder Bürger soll demnach, unabhängig von seinem Einkommen, denselben Betrag einzahlen. Geringverdiener würden einen Zuschuss aus Steuermitteln erhalten.

Auf welchen Kompromiss sich beide Seiten am Ende einigen werden, scheint derzeit noch völlig offen. Einig sind sich CDU/CSU und SPD lediglich darin, dass nun eine nachhaltige Weichenstellung gelingen muss. Es mache wenig Sinn, so betonen Politiker beider Lager, wenn in zwei bis drei Jahren erneut über eine große Gesundheitsreform diskutiert werden müsse.

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