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Im Zuge immer teurer werdender Rechtsschutz-Policen stellt sich vielen Versicherten und Interessierten die Frage, wann für wen eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll ist. Dabei gibt es gar nicht DIE Rechtsschutzversicherung, sondern unterschiedliche Lebensbereiche, die mit einer solchen Versicherung abgedeckt werden können.
Viele Versicherungen bieten dem Verbraucher ein Rundum-Sorglos-Paket an, das den Rechtsschutz in allen Lebensbereichen abdecken soll.

Ein Abschluss eines solchen Paketes mag zunächst praktisch erscheinen, genaueres Hinsehen zeigt jedoch, dass es sich lohnt, die Versicherung auf den individuellen Bedarf abzustimmen. Für die meisten Verbraucher ist eine Verkehrspolice empfehlenswert, die bei Bußgeldstreitigkeiten und Verkehrsunfällen eintritt. Einen besonderen Arbeitsrechtsschutz sollten Arbeitnehmer aus Krisenbranchen abschließen, da unabhängig davon, wem später Recht zugesprochen wird, vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz alle Kosten selbst zu tragen sind. Auch für Alleinerziehende, Rentner, Wohneigentümer und Mieter gibt es spezielle Einzelpolicen, die allerdings sehr teuer sind. In diesen Fällen sollte stattdessen besser eine Absicherung über einen Zusatz zum Privatrechtsschutz erfolgen.

Die laut den Versicherungen durch höhere Anwaltskosten gestiegenen Preise können Verbraucher unter bestimmten Bedingungen mindern, z.B. durch eine höhere Selbstbeteiligung, Schadenfreiheitsrabatte oder eine jährliche statt quartalsweise Zahlung.

Ein Vergleich lohnt sich also auf jeden Fall, die günstigsten Anbieter für Rechtsschutzversicherungen sind nach Angaben der Stiftung Warentest WGV, Badische, Auxilia, Jurpartner, DMB Rechtsschutz und Concordia.

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Von Melanie (Insgesamt 1903 News)
4 Kommentare für “Für wen ist welcher Rechtsschutz sinnvoll?
  1. Gerhard Koch

    Es ist sicherlich schwierig abzuwägen, welchen Versicherungsschutz man wählen soll. Nur den Verkehrsbereich abzusichern, halte ich für gewagt.
    Bei einer Rechtsschutzversicherung muss u. a. folgender Punkt beachtet werden: ob die Kausalereignis- oder Folgereignistheorie Vertragsgrundlage ist. Bei der Kausalereignistheorie muss die erste Ursache für den Streitfall während der Vertragslaufzeit sein, deswegen unbedingt nur dort abschließen, wo die Folgeereignistheorie gilt. Folgende Versicherer legen die Kausalereignistheorie zugrunde: Allianz, Württembergische, R+V, WGV.

    Meiner Meinung nach bietet die Auxilia ein sehr gutes Produkt an. Es heißt Jurprivat und bietet Versicherungsschutz für folgende Punkte:
    – Privat, Beruf und Verkehr
    – Wohnungs, Grundstücks- und Mietrechtschutz
    – Spezialstrafrechtsschutz
    – Vorsorge-Rechtsschutz (heute noch unbekannte Risiken sind automatisch ohne Wartezeit mitversichert)

    Diese Police kostet 180 EUR, dafür gibt es eine gestaffelte Selbsbeteiligung. Im ersten und zweiten Jahr 400, dann 300 etc.

  2. Gerhard Koch

    Ergänzung:

    Von den Gesellschaften, die Melanie aufführt haben die folgenden die kundenunfreundlichen Kausalereignistheorie:
    WGV, Badische Allgemeine, DMB

    Hier sieht man, daß günstig nicht immer gut ist und warum andere mehr verlangen. Eine Rechtsschutzversicherung bitte erst nach dem Versicherungsschutz vergleichen und dann nach dem Preis.

  3. Arthur Kudella

    Anmerken möchte ich noch generell zu Rechtsschutzversicherungen, dass wenn die Frage behandelt wird welcher Rechtsschutz sinnvoll ist, auch die Frage behandelt werden sollte – Mit Selbstbeteiligung oder ohne?
    Gerade eine Selbstbeteiligung von 150 ‚Ǩ bringt oftmals Beitragserparnisse von mehr als 50 ‚Ǩ jährlich. Das kann sich auf Dauer lohnen, denn grundsätzlich ist bei Versicherungen die Devise zu verfolgen: Absicherung von EXISTENZIELLEN Risiken. Den kleinen Schaden, welchen man noch tragen kann, braucht man nicht zu versichern. Den Existenziellen Schaden schon. Lassen sie sich beraten. Beitragserhöhungen kann man auf vielen Arten begegenen‚Ķ

  4. Angelika

    Mann sollte bei einer Rechtsschutzversicherung nicht immer nach den Beitrag gehen. Es gibt einige Leistungsunterschiede die man beachten muss. Am besten ist man bei den Alteingesessenen aufgehoben.

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