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Laut einer repräsentativen Umfrage sorgen die Deutschen für den eventuellen Pflegefall zu wenig vor. Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden des Finanzdienstleisters Delta Lloyd Deutschland unterschätzen viele Deutsche die Leistungen, die in einem solchen Fall von der gesetzlichen Pflegeversicherung erbracht werden. Von den 1000 befragten Erwachsenen geht ein Drittel davon aus, dass die im Pflegefall entstehenden Kosten zum großen Teil oder sogar vollständig von der gesetzlichen Pflegeversicherung übernommen werden. Dies ist jedoch ein großer Irrtum.

Je nach Schwere der Erkrankung müssen die Betroffenen jeden Monat Summen zwischen 800 und 1250 Euro selbst oder über private Versicherungen aufbringen. Nach einer Studie haben bislang jedoch nur ca. 870.000 Deutsche eine solche private Pflegeversicherung abgeschlossen. Dem gegenüber stehen momentan ca. zwei Millionen Pflegebedürftige, in den nächsten 25 Jahren wird sich die Zahl noch um eine weitere Million erhöhen. Um für den Notfall vorzusorgen, wird deshalb dringend empfohlen, sich nicht alleine auf die gesetzliche Pflegeversicherung zu verlassen, sondern sich selbst um private Versicherungen zu bemühen.

Obwohl sich viele Deutsche für den Ernstfall eine Pflege innerhalb der eigenen Familie wünschen und nach eigenen Angaben auch dazu bereit sind, pflegebedürftige Familienangehörige aufzunehmen, geht der Trend eindeutig zur professionellen Pflege. Dies liegt zum einen an der immer größer werdenden Mobilität, die im Beruf verlangt wird, als auch an stetig sinkenden Geburtenraten und der zunehmenden Berufstätigkeit der Frauen in der Familie.

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