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Die gesetzlichen Krankenkassen sind nach dem Milliardenüberschuss 2009 wieder in die roten Zahlen gerutscht. 2010 ergab sich ein finanzielles Defizit in Höhe von 445 Millionen Euro. Aufgrund des Defizits müssen Versicherte abermals mit Zusatzbeiträgen rechnen.

Trotz des millionenschweren Defizits zeigt sich das Bundesgesundheitsministerium mit Blick auf das laufende Jahr optimistisch. Die Einnahmen sollen die Ausgaben nach Einschätzungen des Ministeriums, die am Montag bekanntgegeben wurden, decken können. Für die Kostendeckung sorgen nach Ministeriumsangaben vor allem die Sparmaßnahmen, die beschlossen wurden.

Entgegen der Angaben des Gesundheitsministeriums könnten Millionen Krankenversicherte aufgrund der schlechteren Finanzlage in Kürze mit Zusatzbeiträgen konfrontiert werden. Florian Lanz, Sprecher des Kassenverbands, erklärte, dass derzeit nicht mit neuen Zusatzbeiträgen auf breiter Front gerechnet wird. Allerdings können sie auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

2010 verbuchte allein die AOK ein Minus in Höhe von 515 Millionen Euro. Zusammen fuhren alle Krankenkassen ein Defizit von 445 Millionen Euro ein. Im Vorjahr konnten die gesetzlichen Krankenkassen noch einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro bekanntgeben. Die gesetzlichen Krankenkassen wurden 2010 mit Ausgaben in Höhe von 175,7 Milliarden Euro konfrontiert. Dabei stiegen allein die Verwaltungskosten um 6,2 Prozent.

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