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Gesundheitspolitiker der Union sprechen sich aktuell für eine Begrenzung der Makler-Provisionen in der PKV aus. Makler erhalten für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung zum Teil sehr hohe Provisionen. Nach den Plänen der Politiker soll diese Vergütung nun begrenzt werden.

Jens Spahn, Sprecher der Unionsfraktion, erklärte, dass Kunden von manchen Maklern beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung abgezockt werden. Um eine Deckelung der Makler-Provisionen zu ermöglichen, soll ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht werden. Den Plänen zufolge sollen die Vergütungen der Vermittler auf maximal 12 Monatsbeiträge begrenzt werden.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Union betonte, dass eine Begrenzung auf neun Beiträge besser wäre. Per Gesetz soll zudem beschlossen werden, dass Makler die Vermittler-Provisionen bis zu fünf Jahre nach dem Vertragsabschluss zurückzahlen müssen, wenn der Kunde die private Krankenversicherung kündigt. Aktuell gilt in den meisten Fällen lediglich eine Haftung von zwei Jahren. Teilweise ist der Haftungszeitraum geringer.

Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde laut Jens Spahn bereits formuliert. Vermitteln Makler ihren Kunden eine private Krankenversicherung, erhalten sie mitunter eine Vergütung in Höhe von 14 bis 18 Monatsbeiträgen. Aufgrund der starken Konkurrenz und der hohen Verdienstmöglichkeiten vermitteln vor allem große Vertriebe jüngere PKV-Kunden bereits nach zwei Jahren an einen anderen Versicherer.

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