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Wie die „Financial Times Deutschland“ (FTD) berichtet, überprüft die Finanzaufsicht BaFin das Geschäftsgebaren deutscher Lebensversicherer. Sie soll von den Anbietern detaillierte Informationen über so genannte Kapitalisierungsgeschäfte verlangen, schreibt die FTD, der ein entsprechendes Schreiben vorliegt.

Kapitalisierungsgeschäfte sind umstritten, denn hierbei zahlen die Anleger einen bestimmten Betrag in einen gut verzinsten, kurzfristig und ohne Verluste kündbaren Lebensversicherungsvertrag. Sie sollen Neukunden locken, führen aber häufig dazu, dass Bestandskunden geringere Gewinne erzielen, so die Kritik.

Die BaFin fordert laut FTD die Lebensversicherer nun zu einer Stellungnahme bis zum 19. April auf. Sie sollen angeben, welchen Anteil Kapitalisierungsgeschäfte an den Gesamteinnahmen durch Prämien ausmachen, welche Kapitalanlagen angeboten werden, welche Kündigungsquoten erwartet werden und mit welchen Risiken kalkuliert wird. Ein Manager erklärte gegenüber der FTD, dass dies als Warnung der BaFin an die Lebensversicherer zu verstehen ist, es mit dem Einmalgeschäft nicht zu übertreiben und keine Subventionierungen zu erlauben.

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